- 15.12.2010, 09:15:06
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CARE: Panzer für Afrika als neue österreichische Entwicklungsstrategie?
Bereits jetzt sterben in Afrika jährlich Zehntausende durch Krieg und Bürgerkrieg.
Wien (OTS) - Angesichts von Medienberichten, wonach das
österreichische Bundesheer plant, seine Kürassier-Jagdpanzer nach
Afrika zu verkaufen, kritisiert die Geschäftsführerin von CARE
Österreich, Andrea Wagner-Hager, das Vorgehen Österreichs.
"Angesichts des Kahlschlags bei den EZA-Mitteln frage ich mich, ob
die neue Entwicklungsstrategie Österreichs darin besteht, die
langfristige und erfolgreiche Arbeit vieler EZA-Organisationen
langsam auszuhungern und gleichzeitig veraltetes Kriegsgerät in einen
Kontinent zu transferieren, auf dem bereits jetzt jährlich
Zehntausende durch Krieg und Bürgerkrieg sterben", so Wagner-Hager.
Im Rahmen seines Sparprogramms plant das Außenministerium, das
ohnehin bescheidene Budget der Austrian Development Agency (ADA) bis
2014 von derzeit 98,8 Mio. um ein Drittel auf 65,4 Mio. Euro zu
kürzen. Die im EZA-Bereich tätigen Organisationen befürchten massive
nachteilige Auswirkungen auf die am stärksten benachteiligten
Bevölkerungsgruppen, vor allem Frauen, in vielen Ländern Afrikas und
Asiens.
"Die österreichische Bundesregierung wäre gut beraten, die
Entwicklungszusammenarbeit nicht durch überproportionale Kürzungen zu
gefährden. Im Gegenteil: in Zusammenarbeit mit professionellen
EZA-Organisationen muss den Menschen in den ärmsten Ländern künftig
stärker geholfen werden, sich selbst zu helfen", fordert
Wagner-Hager.
Rückfragehinweis:
Thomas Hohenberger, Pressereferent
Tel.: 01-7150715-39, Mobil: 0676-837151715
thomas.hohenberger@care.at
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