FPÖ: Belakowitsch-Jenewein: Stöger lässt Listerien-Opfern erneut im Stich

Druck auf die weiterhin unbehelligte Firma Prolactal gefordert - Ermittlungen verlaufen extrem intransparent

Wien (OTS) - Als vollkommen unverständlich und ungeheuerlich bezeichnet FPÖ-Gesundheitssprecherin NAbg. Dagmar Belakowitsch-Jenewein das Verhalten der Firma Prolactal, die trotz entsprechender ärztlicher Gutachten den Geschädigten ihrer mit Listerien kontaminierten Quargelprodukte bzw. deren Angehörigen keinen Schadenersatz bezahlen möchte. "Die Firma hat immerhin mehrere Menschenleben auf dem Gewissen, meint aber ganz offensichtlich, dass sie unter der schützenden Hand des zuständigen Ministers Stöger alles machen kann."

Zur Erinnerung einige Einzelheiten dieses Skandals: Prolactal hat nur wenige Tage, bevor offiziell feststand, dass der Quargel mit Listerien verseucht ist, diesen in den österreichischen Sozialmärkten billig entsorgen wollen. Gesundheitsminister Stöger hat keine Warnung ausgesprochen. Nach Auffliegen des Skandals hat er wochenlang geschwiegen und erst auf Nachfragen von Journalisten einen dürren Kommentar dazu abzugeben.

"Nach der versuchten Verschleierung dieses Skandals wäre es Stögers Pflicht gewesen, sofort für eine Entschädigung der Opfer zu sorgen. Aber ebenso wie er die Krisenintervention diesem Unternehmen übertragen hat, hat er auch in weiterer Folge alles an Prolactal übertragen. Stöger hat sich vollkommen aus seiner Verantwortung verabschiedet", kritisiert Belakowitsch-Jenewein.

Die Folgen sind dramatisch: Nach Todesfällen und schweren Krankheitsverläufen wurden diese Menschen von Stöger abermals im Stich gelassen und zum zweiten Mal Opfer. Die Firma weigert sich, Schadenersatz zu zahlen. "Dennoch darf dieses Unternehmen weiterhin unbehelligt seine Produkte vertreiben. Ganz offensichtlich gibt es hier schützende Hände aus der Politik", vermutet die FPÖ-Gesundheitssprecherin. Wenn der Gesundheitsminister auch nur einen Funken Verantwortung für die Menschen zeigen wolle, müsse er sofort ein Machtwort sprechen und dürfe sich nicht darauf verlassen, dass der von seinem Parteikollegen Hundstorfer kontrollierte VKI im Wege der Sammelklage Gerechtigkeit für die Geschädigten erwirke.

Belakowitsch-Jenewein fordert auch endlich Transparenz zu den juristischen Schritten gegen die Verantwortlichen des Käse-Skandals:
"Ich habe den Eindruck, dass die Verfahren verschleppt werden. Zu meiner Sachverhaltsdarstellung aus dem Februar bezüglich der Verantwortung von Minister Stöger gibt es bis dato keine Reaktion. Hier zeigt sich einmal mehr die Zweiklassen-Justiz, die Politiker der Regierungsparteien massiv begünstigt."

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