Innenministerin Maria Fekter ehrte Österreichs Zivildiener des Jahres 2010

Der Wiener Lukas Moser gewinnt den Zivildienst-Award 2010

Wien (OTS) - "Der Zivildienst ist beliebt bei vielen jungen Menschen. Der Stellenwert, den er in Österreich hat, hängt jedoch nicht nur von der Anzahl der Zivildiener ab, sondern vor allem von deren Bereitschaft, sich aktiv in den Einrichtungen einzubringen und mit anzupacken", sagte Innenministerin Maria Fekter anlässlich der Verleihung des dritten Zivildienst-Awards am 9. Dezember 2010. "Es ist gerade dieser Einsatz der Zivildiener, ihr jeweiliges Einfühlungsvermögen und ihre große Portion Menschlichkeit im Umgang mit den betreuten Menschen, die dem Zivildienst heute jenes hohe Ansehen geben, das dieser zu Recht in der Bevölkerung genießt."

Lukas Moser wurde auf Grund seiner außergewöhnlichen Leistungen beim Verein LOK - Leben ohne Krankenhaus - in Wien zum Bundessieger gewählt. In dieser Wohngemeinschaft werden chronisch psychisch erkrankte Menschen betreut.

Eine Expertenjury wählt aus allen Landessiegern - Moser war Landessieger in Wien - den Bundessieger.

"Lukas Moser fiel bereits zu Beginn seines Zivildienstes durch sein Engagement und seine Hingabe zur Arbeit auf", sagte Fekter. "Sowohl bei den Bewohnern als auch bei den Betreuern ist er überdurchschnittlich beliebt gewesen, da er durch seine Fröhlichkeit und Leichtigkeit die oft schwere Arbeit sehr erleichterte." Er motivierte Bewohner, die selbst nach jahrelangen Bemühen von Betreuern resistent erschienen dazu, selbständig Tätigkeiten des Arbeitsalltags zu erledigen. Moser leistete somit einen elementaren Beitrag zur Gesundheitsförderung und -stabilisierung.

Die Innenministerin: "Der wichtigste Faktor für die Erfolgsgeschichte Zivildienst sind die jungen Männer, die ihn durchlaufen, deren Bereitschaft, sich aktiv in den Einrichtungen einzubringen, denn es ist das hohe Engagement von vielen Tausenden, die den Zivildienst zu dem gemacht haben, was er heute ist."

Landessieger

Niederösterreich:

Christoph Bauer war als couragierter junger Mann, mit Wertschätzung den alten Menschen gegenüber im Haus St. Louise der Barmherzigen Schwestern Alten- und Pflegeheim GmbH tätig. Er will jetzt in an der FH Wien eine Ausbildung zum Gesundheits- und Krankenpfleger machen.

Oberösterreich:

Stefan Viehbach war beim Verein NEUSTART tätig. Das ist eine Beratungs- und Betreuungseinrichtung für aus der Haft entlassene Personen. Er erarbeitete Lösungsansätze um vorhandene Strukturen zu verbessern.

Salzburg:

Maximilian Philipp leistete seinen Zivildienst beim Kulinarium Salzburg des Evangelischen Diakoniewerkes. Durch sein jugendliches, dynamisches Auftreten war er bei allen Mitarbeitern, speziell bei den behinderten Mitarbeiten äußerst beliebt.

Tirol:

Martin Braunhofer war als Zivildiener beim SOS-Kinderdorf, BIWAK Wohnheim für unbegleitete minderjährige Flüchtlinge. Er zeigte großes soziales Engagement und besondere Flexibilität.

Steiermark:

Asmir Samardzic war bei der Gesellschaft zur Förderung seelischer Gesundheit tätig. Trotz seines jungen Alters konnte er sich im Arbeitsfeld, das durch seinen sehr engen und intensiven Kontakt mit psychisch Kranken, gut abgrenzen und sich mit Humor und Herz einbringen.

Kärnten:

Daniel Tangerner leistete seinen Zivildienst bei der Lebenshilfe Kärnten. Er hatte einen besonderen Zugang zu einer gehörlosen Frau. Durch angeeignete Gebärden stand er ihr in verschiedenen Lebenslagen zur Seite.

Vorarlberg:

Mauro Franchina war bei der Lebenshilfe Vorarlberg, Kleinwohnanlage Hohenems, tätig. Er zeigte großes Interesse an der Arbeit mir Menschen mit Behinderung und viel durch seine Verlässlichkeit, Pünktlichkeit, Geduld und Einfühlsamkeit auf. Franchina verlängerte seinen Zivildienst.

Burgenland:

Thomas Ziegler leistete seinen Zivildienst in der sozialtherapeutischen Wohngemeinschaft Kotezicken. Er arbeitete mit 14 durch massiv sexuelle und körperliche Gewalt traumatisierte Kindern zusammen. Er verlängerte seinen Zivildienst.

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