Brunner zu Bisphenol A: Erste Schritte gesetzt, jetzt muss Österreich noch weiter handeln

Schädliche Plastikinhaltsstoffe nicht nur in Babyflaschen sondern in allen Lebensmittelverpackungen verbieten

Wien (OTS) - "BPA (Bisphenol A) ist ein chemischer Stoff, der für die Herstellung von Plastik verwendet wird und aus dem fertigen Produkt austreten und in Lebensmittel übergehen kann", erklärt Christiane Brunner, Umweltsprecherin der Grünen. "Da BPA ähnlich wirkt wie Östrogen, kann das Hormonsystem von Menschen und Tieren beeinträchtigt werden, besonders gefährlich sind die Auswirkungen auf Schwangere und Kinder. Es wird mit verfrühter Geschlechtsreife bei Mädchen, sowie der Zunahme von Fettleibigkeit, Diabetes Typ 2, Prostata- und Brustkrebsfällen und der Abnahme der Spermienzahl und Fehlbildungen der Sexualorgane in Verbindung gebracht."

"Zwar gibt es in der EU eine vorgeschriebene Höchstkonzentrationen für die Verwendung von BPA, Forschungsergebnisse zweifeln aber an, ob diese wirklich ausreichend vor Schädigungen schützen", erläutert Brunner. Erste Erfolge wurden nun erzielt: die EU-Kommission möchte nun ein europaweites Verbot der Chemikalie BPA in Trinkfläschchen umsetzen, Österreichs Gesundheitsminister Stöger kündigte im September ein nationales Verbot von Bisphenol A in Schnullern und Babytrinkfläschchen an.
"Ich begrüße den Vorstoß Österreichs bei der Verminderung der gesundheitsschädlichen Chemikalie" freut sich Brunner "gleichzeitig muss aber auch in Richtung Zukunft geblickt werden. Österreich muss seine Vorreiterrolle auch weiterhin bekräftigen und sich EU-weit für eine weitere Reduktion von Bisphenol A bis hin zum Verbot in Lebensmittelverpackungen einsetzen", richtet Brunner ihren Appell an den Gesundheitsminister.
In ihrer Aktion "PVC Ade" versucht Christiane Brunner schon seit zwei Wochen auf Plastik zu verzichten. Die gesundheitsschädlichen Auswirkungen von Plastik sind neben Abfallvermeidung und Ressourcenschonung ihre Hauptmotivation zur Aktion, mehr unter
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