FPÖ-Hübner: WikiLeaks-Enthüllungen zeigen wahren Stellenwert der österreichischen Außenpolitik

In US-"Geheimpapieren" ist die außenpolitische Position der österreichischen Regierung in zwar beleidigender und grob vereinfachender, im Kern aber richtiger Weise dargestellt

Wien (OTS) - "Wenn US-Diplomaten in ihren nicht für die Öffentlichkeit bestimmten Geheimdepeschen dem Gastland eine 'Kluft zwischen dem Bild, das Österreich sich selbst von seiner Rolle in der Welt macht und seiner tatsächlichen, zunehmend bescheidenen Leistung' bescheinigen, stellen sie damit eine gewisse 'Lebenslüge' der österreichischen Außenpolitik - im Kern korrekt - dar," so der außenpolitische Sprecher der FPÖ, NAbg. Dr. Johannes Hübner.

"Während Außenministerium und Diplomatie vom 'Gewicht und Ansehen Österreichs in der Welt' sprechen, sich zur angeblich so wichtigen Rolle eines nicht ständigen UN-Sicherheitsratsmitglieds gratulieren und eine beiläufige, freundliche Bemerkung der US-Außenministerin über Österreich als 'großen Erfolg' bejubeln, holt sie 'Wikileaks' auf den harten Boden der Realität zurück. Denn in der amerikanischen Einschätzung wird das österreichische Handeln am internationalen Parkett als 'lästig', bestenfalls überflüssig, qualifiziert," so Hübner.

Eine andere Rolle als die kritiklose Unterstützung und Umsetzung amerikanischer Ambitionen und Pläne werde der österreichischen Außenpolitik nicht zugebilligt. Dies sei für die breite Mehrheit der österreichischen Bevölkerung - die ihre Republik weiterhin als neutrales, von niemandem akut 'bedrohtes' Land, ansieht - weder akzeptabel noch entspräche es unserer Tradition einer ausgewogenen und prinzipiell freundschaftlichen Gestaltung der internationalen Beziehungen, so Hübner weiters.

Als Konsequenz aus den skandalösen Äußerungen amerikanischer Diplomaten verbleiben drei wesentliche Erkenntnisse:

1. Noch so viele Botschaften in noch so vielen Ländern und noch so viele Mitgliedschaften bei noch so vielen internationalen Organisationen und "internationalen Foren" bringen kein zusätzliches 'weltpolitisches Gewicht'.

2. Als Vertreter eines Landes von der Größe Österreichs kann man sich zwar wichtig fühlen, wichtig werden tut man dadurch aber nicht.

3. Außenpolitische Akteure müssen sich am Interesse und am Willen der eigenen Bürger orientieren und dürfen nicht zum Handlanger anderer Großmächte - insbesonders auch nicht der Vereinigten Staaten -werden.

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