AKNÖ-Haneder: Viele Pendlerwünsche bleiben offen

AK fordert Veröffentlichung der Bestellerverträge im Nahverkehr

Wien (OTS/AKNÖ) - AKNÖ-Präsident Hermann Haneder sieht bei den neuen Fahrplänen "wenig Licht, aber viel Schatten". Wie schon im Vorjahr und zuletzt im August rollt eine weitere Welle von Zugseinstellungen über das Land. "Es ist schade um jeden Kilometer stillgelegte Regionalbahn und die weitere Ausdünnung des Fahrplanes verschlechtert die Lebensqualität der hunderttausenden PendlerInnen in Niederösterreich", bekräftigt Haneder seine Kritik am Niedergang des öffentlichen Nahverkehrs.

Weil sich Land und Bund ständig die Bälle zuwerfen, wenn die Leistung im Nahverkehr wieder einmal reduziert wird, fordert der AKNÖ-Präsident die Veröffentlichung der Dienstleistungsverträge, die das Land mit den ÖBB abgeschlossen hat. Nach jüngst veröffentlichten Zahlen ist jeder Bahn-Pendler dem Land nur 11,48 Euro pro Jahr wert. So wenig bezahlt kein Flächenbundesland für den Nahverkehr. Zum Vergleich: Oberösterreich schießt zum Nahverkehr mit 22,38 Euro doppelt so viel zu.

Erstmals zwei Bezirksstädte ohne Bahnanschluss

Die Auflassung von Regionalbahnen trifft einige Bezirke besonders stark: So sind erstmals die Bezirksstädte Zwettl und Waidhofen/Thaya vom österreichischen Bahnnetz abgetrennt. Lilienfeld und Scheibbs sind diesem Schicksal nur knapp entronnen. "Im Waldviertel ist der Eisenbahnverkehr, einst das Rückgrat der Region, bald mausetot", fürchtet AKNÖ-Verkehrsexperte Thomas Kronister. Eine Region ohne Schnellstraße und nur mit fallweisem Zugverkehr muss sich von der Politik verlassen fühlen. So wird die Abwanderung jedenfalls nicht gestoppt, eher noch beschleunigt.

Ostbahn-Pendler von neuen Abfahrtszeiten besonders betroffen

Die meisten Veränderungen bei den Abfahrtszeiten sind auf der Ostbahn zu beachten. Vor allem für SchülerInnen und Pendlerinnen aus Gramatneusiedl ist es wichtig, sich über die neuen Abfahrtszeiten zu informieren, da man sonst den Schulbeginn in Wien versäumen könnte. Kein Verständnis für ewige Baustellen zu Lasten des Regionalverkehrs Die AKNÖ hat auch kein Verständis, dass zwischen St. Pölten und Amstetten einige Regionalzüge zwei Jahre lang wegen Baustellen durch Busse ersetzt werden sollen. Thomas Kronister: "An der neuen Westbahn wird seit 15 Jahren gebaut. Jetzt kommt der Regionalverkehr weitere 2 Jahre zum Handkuss. Das dauert viel zu lange."

Vorsicht, Selbstbedienung! Strafgebühr bis zu 95 Euro droht

AKNÖ-Verkehrsexperte Dipl.-Geograph Kronister rät auf den neuen Selbstbediendungs-Strecken zur Vorsicht: "Machen Sie von kaputten Automaten ein Foto mit dem Handy oder sichern Sie sich einen Zeugen. Warten Sie dann im Zug nicht, bis der Zugbegleiter kommt, sondern verlangen Sie von sich aus eine Fahrkarte. Denn, wer die Kontrollgebühr nicht bar bezahlt, muss mit Kosten bis zu 95 Euro rechnen."

Der Weg zum persönlichen Fahrplan: 05-7171-1334

Für Pendler gibt es einen Extra-Service der NÖ-Arbeiterkammer: Über die Telefonnummer 05-7171-1334 kann jeder seinen persönlichen Pendlerfahrplan bestellen. Der Fahrplanauszug wird in wetterfester Folie kostenlos zugeschickt.

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