Ö1-Wirtschaftsmagazin "Saldo" am 10.12.: "Die virtuelle Bühne"

Wien (OTS) - In "Saldo - das Wirtschaftsmagazin" untersucht Manuel Marold, wie österreichische Unternehmen soziale Netzwerke wie Facebook, YouTube oder Twitter als Werbeplattform und Kommunikationsmedium nützen und welchen Problemen sie dabei begegnen - zu hören am Freitag, den 10. Dezember um 9.44 Uhr in Ö1.

Soziale Netzwerke wie "Facebook" heißen nicht deshalb sozial, weil es dabei darum geht, Armen und Kranken zu helfen. Gemeint damit sind Internet-Anwendungen, die es Nutzern erlauben, Inhalte wie Bilder und Videos online zu stellen, E-Mails zu versenden und sich mit Freuden auszutauschen. Durch soziale Netzwerke werden Internet-Nutzer von passiven Empfängern zu aktiven Gestaltern. Nicht nur Privatpersonen, auch immer mehr Unternehmen nutzen Facebook und Konsorten und entdecken diese Programme als Vehikel, um Produkte zu bewerben und Kunden direkt auf Augenhöhe anzusprechen. Wenn man sich dabei als Unternehmen geschickt anstellt, nehmen einem die User quasi die Werbung ab, weil sie etwa die Facebook-Seite einer Firma ihren Freunden weiterempfehlen und damit - im Idealfall - einen regelrechten Hype auslösen. Über die "Social Media" kann man schnell und einfach herausfinden, wie die Kunden über das Unternehmen denken, man kann Produktideen der User in die eigene Produktion einfließen lassen, interne Kommunikationsabläufe vereinfachen oder sogar potenzielle neue Mitarbeiter rekrutieren.

Die Präsenz in den Social Media hat aber auch ihre Tücken: Sind Kunden etwa unzufrieden mit den Leistungen eines Unternehmens, können die Unmutsäußerungen schnell zu einem digitalen Sturm der Entrüstung werden, über den das Unternehmen keine Kontrolle hat und der das Image schädigen kann. Zudem sind Social Media als Marketinginstrument auch nicht für Firmen aller Branchen geeignet, weil etwa Geschäftskunden damit eher schwer erreichbar sind. Und die Präsenz in den sozialen Netzwerken ist zwar an sich gratis, verursacht aber zusätzliche Personalkosten, weil Facebook- und andere Seiten betreut und Kundenanfragen zügig beantwortet werden müssen. Eine schlaue Strategie ist also gefragt, wenn man als Unternehmen die Social Media für Marketingzwecke nutzt - nur dabei zu sein, weil Facebook gerade in ist, reicht nicht mehr.

Mehr zum Programm von Ö1 ist im Internet unter http://oe1.ORF.at abrufbar.(hb)

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