GPA-djp-Proyer zu Lufthansa-Mayrhuber: AUA-Bodenbeschäftigte haben genügend Sanierungsbeiträge geleistet

Großes Unverständnis in der Bodenbelegschaft über einseitige Behandlung

Wien (OTS/ÖGB) - "Herr Mayrhuber weiß sehr genau, welchen beträchtlichen Beitrag das Bodenpersonal der AUA in den letzten Jahren für die Sanierung des Unternehmens durch Personalabbau und Gehaltsverzicht geleistet hat. Die aktuelle KV-Verhandlung ist keine einseitige Erfindung einer unbelehrbaren Belegschaft und ihrer Gewerkschaften, sondern war Teil der Vereinbarungen im heurigen Frühjahr. Lediglich das Ausmaß der Gehaltserhöhung war tatsächlich offen", erklärt der stv. Bundesgeschäftsführer der GPA-djp, Karl Proyer, im Vorfeld der heutigen Kollektivertragsverhandlung für das kaufmännische und technische Personal der Austrian Airlines.++++

Bodenpersonal, Betriebsrat und Gewerkschaft haben neben den vereinbarten Sanierungsbeiträgen auf zwischenzeitlich eineinhalb Gehaltsrunden verzichtet, argumentiert man in der GPA-djp. Auf die Dauer ist eine solche Strategie jedoch nicht zielführend, und weitere Verzichte wurden nicht vereinbart. Warum ausgerechnet bei Beschäftigten, deren Einstiegsgehälter um die 1.100 Euro Brutto liegen, keine Inflationsabgeltung möglich sein soll, ist unerklärlich.

Herr Mayrhuber stellt selbst in den Raum, dass über Kostensenkungsprogramme allein das Unternehmen nicht in die Gewinnzone zu bringen sei, dann sollte er auf den Faktor von motivierten Beschäftigten setzen, die so engagiert wie bisher an der Zukunft des Unternehmens arbeiten. "Ohne die Fähigkeiten und die Wichtigkeit von Herrn Antinori in Frage zu stellen, könnte man mit dessen Jahresgage vermutlich einen erheblichen Teil der Gehaltserhöhungen finanzieren", heißt es in der GPA-djp.

"Wenn der scheidende Lufthansa-Boss Wolfgang Mayrhuber argumentiert, dass ein Pokal erst vergeben werden kann, wenn man im Ziel ist, dann ist die Frage zu stellen, warum diese Logik nur für die Hälfte der AUA-Belegschaft und ausgerechnet für jene, die am wenigsten im Unternehmen verdienen, gelten soll. Es ist verständlich, dass diese Einseitigkeit bei der Belegschaft großes Unverständnis und großen Unmut hervorruft", so Proyer abschließend.

Rückfragen & Kontakt:

GPA-djp
Mag. Martin Panholzer
Tel.: 05 0301-21511
Mobil: 05 0301-61511
E-Mail: martin.panholzer@gpa-djp.at
http://www.gpa-djp.at

OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS | NGB0001