Brunner aus Cancun: Der Freikauf von Klimaschutzmaßnahmen durch CO2-Endlager darf nicht anerkannt werden

Österreich darf keinesfalls zustimmen

Wien (OTS) - Laut jetzigem Verhandlungsstand bei der Weltklimakonferenz in Cancun wird Carbon Capture and Storage (CCS) als Clean Development Mechanismus (CDM) anerkannt. CDM-Projekte sind Projekte in die z.B. Länder wie Österreich investieren, um sich von den eigenen Klimaschutzzielen freizukaufen. Bei CCS wird CO2 aus Kohlekraftwerken abgeschieden und in den Boden gepumpt. Aus den Augen, aus dem Sinn - also nichts anderes als ein Endlager für CO2. Niemand kann heute sagen, wie groß die geologischen Kapazitäten dafür überhaupt sind und niemand kann ausschließen, dass das CO2 dann wieder austritt - und in der Umgebung dann jedes Leben auslöscht. Auch die EU befürwortet CCS als Klimaschutzmaßnahme. "Das ist eine katastrophale Entwicklung. Denn letztlich dient CCS nur als Rechtfertigung für weitere Kohlekraftwerke. Und Kohlekraftwerke mit oder ohne CCS als Klimaschutzmaßnahme zu finanzieren ist ein Desaster für das Weltklima", kritisiert Christiane Brunner, Umweltsprecherin der Grünen, direkt von den Verhandlungen in Cancun.

"Ich erwarte von Landwirtschaftsminister Berlakovich maximalen Einsatz innerhalb der EU zur Änderung dieser Position. Österreich darf da keinesfalls zustimmen! Sollte der schlimmste Fall eintreten, dass das hier in Cancun doch durchgehen sollte, dann darf Österreich auf keinen Fall in solche Projekte investieren", fordert Christiane Brunner, Umweltsprecherin der Grünen, direkt von der Weltklimakonferenz in Cancun. Österreichs Klimaschutzanstrengungen sind schon jetzt kaum der Rede wert, und beruhen großteils auf den Freikauf durch CDM-Projekte.

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