Chilenische Präsidenten mit Vorarlberger Wurzeln

Vortrag im Landesarchiv am Mittwoch, 15. Dezember 2010

Bregenz (OTS/Bregenz) - (VLK) - Als der Feldkircher Eduard Frei
vor über 100 Jahren nach Südamerika auswanderte, konnte er nicht ahnen, dass sein Sohn und sein Enkel einmal zu Chiles Präsidenten gewählt würden. Der Historiker Georg Sutterlütty hat sich mit der Politdynastie Frei befasst. Am Mittwoch, 15. Dezember 2010, um 17.00 Uhr stellt er im Vorarlberger Landesarchiv in Bregenz (Kirchstraße 28) einige Ergebnisse vor. Alle Interessierten sind herzlich eingeladen. Der Eintritt ist frei.

Der Auswanderer Eduard Frei heiratete in Chile eine Einheimische und gründete eine Familie. Sein erstgeborener Sohn, Eduardo Frei Montalva (1911 - 1982) startete eine steile politische Karriere, die ihn bis zur Präsidentschaft des Landes führte (1964 - 1970). Er gilt als eine der schillerndsten politischen Figuren Chiles im 20. Jahrhundert und zudem neben dem Venezolaner Gabriel Valdés als wichtigster Exponent der christdemokratischen Gesinnung in Lateinamerika. In seinem Schatten wuchsen seine Nachkommen zu einer mächtigen politischen Familie heran. Der gleichnamige Sohn Eduardo Frei Ruiz-Tagle (geboren 1942) wurde nach der Pinochet-Diktatur zum Staatschef gewählt (1994 - 2000). 2009 kandidierte er erneut, diesmal allerdings erfolglos.

Georg Sutterlütty geht in seinem Vortrag zum Thema "Chilenische Politik mit Vorarlberger Wurzeln - Die Politdynastie Frei und deren Stammvater, der Feldkircher Eduard Frei" vor allem den Spuren des Chile-Auswanderers und seiner Familie in Vorarlberg nach. Darüber hinaus skizziert er natürlich auch den Werdegang der Familie Frei in Chile, insbesondere die Grundzüge der politischen Aktivitäten des Frei-Clans.

Georg Sutterlütty ist freier Autor und hat an der Universität Wien eine Dissertation über Eduardo Frei Montalva geschrieben. Sie ist kürzlich approbiert worden.

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