Feier statt Feuer: Ohne Brandgefahr durch den Advent

Der Advent ist eine der feuergefährlichsten Zeiten im Jahr. Rund 1.500 Brandopfer mussten im November und Dezember 2009 in Spitälern behandelt werden.

Wien (OTS) - Vorweihnachtliche Kerzenschein-Romantik nimmt in Österreich oft ein schmerzhaftes Ende: 2009 wurden in den Monaten November und Dezember rund 1.500 Personen wegen Brandverletzungen im Spital behandelt. Das entspricht einem überproportional Anteil von 20 Prozent an den insgesamt 7.600 spitalsbehandelten Verbrennungen und Verbrühungen des Vorjahres. "Viele Haushalte haben bereits auf elektrische Christbaumbeleuchtung umgestellt. Brandgefahren gehen mittlerweile öfter von der vorweihnachtlichen Dekoration und den Adventkränzen aus", sagt Klaus Robatsch, Leiter Prävention im KfV (Kuratorium für Verkehrssicherheit). "Bei aller heimeligen Atmosphäre, die das Kerzenlicht schafft, darf nicht vergessen werden, dass offenes Feuer rasch außer Kontrolle geraten kann." Durchschnittlich 500 Brände brechen jedes Jahr rund um die Weihnachtszeit in den österreichischen Haushalten aus. Im Vergleich zum Rest des Jahres ergibt sich damit eine rund viermal höhere Wahrscheinlichkeit, dass statt Nikolo oder Christkind die Feuerwehr vor der Tür steht. Die - meist vermeidbaren - Ursachen dafür sind unbeaufsichtigt abbrennende Kerzen, trockene und dadurch leicht entzündbare Adventkränze oder andere, leicht brennbare Materialien in unmittelbarer Nähe von Kerzen.

Vorsicht erhält die Freude
Man muss nicht gleich auf Kerzen am Adventkranz verzichten, um Brandgefahren in der Vorweihnachtszeit zu vermeiden. Bewusst gesetzte Vorsichtsmaßnahmen schützen vor Verbrennungen und verhindern, dass das Feuer von Kerzen auch auf die übrige Wohnung übergreifen kann:
? Oft sind Adventkränze oder -gestecke schon beim Kauf recht trocken. Durch die Heizungsluft in der Wohnung trocknen sie zusätzlich aus und werden zu einem idealen Brennmaterial. Am besten regelmäßig trockene Zweige austauschen und den Kranz mit Wasser besprühen, das verringert die Entzündungsgefahr.
? Außerdem sollte der Adventkranz oder das Adventgesteck auf einer feuerfesten Unterlage, in sicherer Entfernung von leicht brennbaren Materialien wie zum Beispiel Vorhängen oder Tischdecken stehen und nicht der Zugluft ausgesetzt werden.
? Und auf stabile, gut befestigte Kerzenhalter aus nicht brennbarem Material achten.

Kerzen nie unbeaufsichtigt lassen
Kinder lieben den Kerzenschein und möchten selbst gern mit Zündern und Feuerzeugen experimentieren. Es ist daher wichtig, Kindern den verantwortungsvollen Umgang mit Zündquellen beizubringen. Trotzdem sollten sie nie alleine im Zimmer bleiben, wenn am Adventkranz die Kerzen brennen. "Brennende Kerzen dürfen nie unbeaufsichtigt bleiben. Auch wenn man nur kurz aus dem Zimmer geht, ist es besser, die Kerzen auszulöschen", empfiehlt Robatsch. Sind die Kerzen kurz vor dem 4. Advent schon sehr runtergebrannt, sollten sie ausgewechselt werden. Und Löschmaterialen wie ein Eimer mit Wasser, ein Feuerlöscher oder eine Löschdecke sollten für alle Fälle griffbereit sein.

Wien, 9. Dezember 2010

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