Bundesschülervertretung: Einladungspolitik des ORF ist letztklassig und blamabel

Der Österreichische Rund Funk ignorierte am gestrigen Runden Tisch die Anliegen von 1,2 Millionen Schülerinnen und Schüler

Wien (OTS) - Wer tags zuvor beim Runden Tisch zum Thema "PISA" geglaubt hätte, 1,2 Millionen Schülerinnen und Schüler wären vertreten gewesen, täuscht sich. Den einleitenden Worten von Moderatorin Ingrid Thurner "Heute sitzen Lehrer, Eltern und Schüler bei uns" kann Bundesschulsprecher Philipp Pinter nichts abgewinnen:
"Die Bundesschülervertretung ist die gesetzlich gewählte Vertretung der 1,2 Millionen Schülerinnen und Schüler. Der ORF sollte seinem Auftrag [§4(1)], für die Verbreitung und Förderung von Volks- und Jugendbildung unter besonderer Beachtung der Schul- und Erwachsenenbildung zu sorgen, nachkommen und nicht die größte Zielgruppe ausschließen."

Im Vorfeld der Sendung kontaktierte der ORF Philipp Pinter. In diesen Gesprächen machte der ORF klar, dass aufgrund der Zusammensetzung der Mitdiskutanten, kein männlicher Vertreter der Schülerinnen und Schüler erwünscht sei. "Es ist inakzeptabel, dass ein staatlicher Rundfunk eine gesetzliche Vertretung ignoriert. Im 21.Jahrhundert darf man von ORF Redakteuren erwarten, dass sie wissen wer die Lehrer-, Eltern und Schülervertreter sind.", ist Philipp Pinter verärgert.

"Der ORF hat ebenso einen Bildungsauftrag zu erfüllen. Bei der gestrigen Diskussion hat er diesen sträflich vernachlässigt. Wir Schülerinnen und Schüler erwarten uns einen Stellungnahme des ORF zu dieser unverständlichen Entscheidung, die Meinungen von 1,2 Millionen Schülerinnen und Schülern auszuschließen", schließt Bundesschulsprecher Pinter ab.

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Philipp Pinter, Bundesschulsprecher
Tel.: 0664 960 15 72; Mail: philipp.pinter@schuelerunion.at

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