BZÖ-Widmann: Mit dem neuen Universitätsgesetz schafft ÖVP auch PISA-Verhältnisse an den Universitäten

ÖVP war früher Partei der Bildungsbürger, heute die der Bildungsblockierer

Wien (OTS) - "Zurück an den Start mit dem neuen Universitätsgesetz", fordert BZÖ-Wissenschaftssprecher Rainer Widmann von Wissenschaftsministerin Beatrix Karl. "Mittlerweile verfestigt sich der Eindruck, dass die ÖVP nachdem sie den Pflichtschulbereich ruiniert hat, dies auch bei den Universitäten vorhat. Früher war die ÖVP die Partei der Bildungsbürger, heute die der Bildungsblockierer", schließt sich Widmann der heutigen Kritik des Rektors der WU Wien Badelt und der ÖH an. Es brauche eine anständige Finanzierung der Universitäten, eine Betreuung nach internationalen Standards und vernünftige Zugangsbeschränkungen. "Es kann nicht sein, dass Studenten heute ihren Professor nur näher erkennen, wenn sie zu den Vorlesungen ein Fernglas mitnehmen", so Widmann.

Grundprobleme der Universitäten seien die schlechte Ausstattung und Ausbildung, die zu schlechten Jobaussichten führe. Ebenfalls sei die hohe Drop-Out-Rate äußerst problematisch. Das BZÖ vertrete als Grundpositionen die künftige Positionierung Österreichs als exzellenten Wissensstandort. Das Bekenntnis zu einer offensiven Elitenbildung, zu Zugangsbeschränkungen, einer sozialen Abfederung und das Recht der Studenten auf gute Bedingungen seien unverzichtbare Zukunftsforderungen.

"Es braucht ein Gesamtkonzept für die Universitäten. Im Infrastrukturbereich ein Ampelsystem mit Zeitschiene. Schwerpunkte durch Bedarfsplanung. Planungssicherheit durch gesicherte mittelfristige Finanzierungen, eine Strukturreform und öffentliche Benchmarks als Wettbewerbskomponente", so Widmann. Der BZÖ-Wissenschaftssprecher verlangte im Bereich Finanzierung und Zugang die Wiedereinführung der Studiengebühren und zwar in der Höhe von 500 Euro pro Semester. Kombiniert mit dem BZÖ-Modell des UNI-Bonus als Einschreibegebühr, würde dies allein von ausländischen Studenten jährlich die Summe von 150 Millionen Euro pro Jahr für das Universitätsbudget bringen. "Die von der Sündenfallkoalition aus SPÖ, Grünen und FPÖ abgeschafften Studiengebühren müssen wieder eingeführt werden. Studiengebühren sind wichtig und richtig". Neben einer soliden Grundfinanzierung mittels einer Uni-Milliarde, müsse auch die Drittmittelfinanzierung ausgebaut werden. Das Beispiel Bayern zeige, wie man offensiv und vernünftig in den Zukunftsbereich Bildung investieren könne. Mittels einer zweisemestrigen Studieneingangsphase könne man die Bummelstudenten schon im Vorhinein aussieben. Die Evaluation des Bologna-Prozesses, eine externe Qualitätssicherung, Kosten- und Leistungsrechnung mit Standards, ein Facultysystem statt des Kuriensystems und die Entpolitisierung der Postenbesetzungen seien ebenfalls unverzichtbare Hausaufgaben, die die Regierung endlich erledigen müsse.

Widmann betonte aber auch, dass die soziale Selektion, die es derzeit im Bildungsbereich gebe, durch sozial ausgewogene und leistungsorientierte Studienbeihilfen, Familienbeihilfen und Stipendien beseitigt werden soll. Zinsenfreie Kreditmodelle sollten als neues Finanzierungsmodell eingeführt werden.

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