Grünewald: Wissenschaftsministerin will offenbar Zahl der Studierenden senken

Entwurf zu Studienplatzbeschränkung völlig unausgegoren

Wien (OTS) - Studienplatzbeschränkungen, wie sie Wissenschaftsministerin Karl im gestern bekannt gewordenen Entwurf vorgesehen hat, sind eine reine Defensivmaßnahme. "Damit soll offenbar die Gesamtzahl der Studierenden reduziert werden, denn die Formulierungen, wann die Rektoren das beantragen können, sind derart vage formuliert, so dass der Ermessensspielraum extrem hoch bleibt. Dabei hat Österreich im internationalen Vergleich zu wenig AkademikerInnen", kritisiert Kurt Grünewald, Wissenschaftssprecher der Grünen.

Karl behauptet, dass durch diese Maßnahme die Qualität des Studiums gehoben werden soll. "Eine Hebung der Qualität bei gleichbleibender oder steigender Studierendenzahl kann aber nur durch die Erhöhung der Zahl der HochschullehrerInnen erfolgen. Dafür aber gibt es seitens der Regierung keinerlei Anzeichen", kritisiert Grünewald.

Eine krause Vorstellung der Wissenschaftsministerin ist auch, dass sie die Studienberatung für alle einführen will unter der Maßgabe, dass das 'keine finanziellen Auswirkungen' haben dürfe. Derzeit nehmen ca. 30 Prozent der Studierenden Studienberatung in Anspruch. "Wenn diese Zahl auf 100 Prozent angehoben werden soll und keine zusätzlichen Mittel dafür vorgesehen sind, muss entweder die Beratungsqualität drastisch sinken oder das Ziel bleibt unerreichbar", so Grünewald.

Rückfragen & Kontakt:

Die Grünen
Tel.: +43-1 40110-6697
presse@gruene.at

OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS | FMB0003