Bundesregierung soll christliche Flüchtlinge aus dem Irak aufnehmen!

Wien (OTS) - Der MKV (Mittelschüler-Kartell-Verband der katholischen farbentragenden Studentenkorporationen Österreichs) engagiert sich als Mitveranstalter im Rahmen des "Internationalen Tages der Menschenrechte" am Freitag, dem 10.12.2010 am "Aktionstag gegen Christenverfolgung".

Über 200 Millionen Christen werden nämlich weltweit wegen ihres Glaubens diskriminiert. Laut Weltverfolgungsindex (opendoors-de.org) geschieht dies vor allem in den islamischen Staaten wie dem Irak, Iran, Saudi-Arabien, Somalia, Jemen, Pakistan, Ägypten und in der Türkei, sowie auch in kommunistischen Ländern, wie Nordkorea, Kuba, Vietnam und China.

Besonders Iraks Christen sind schwer in Bedrängnis. Kaum ein Tag vergeht ohne neue Meldungen über Gewalttaten an ihnen.

In diesem Zusammenhang fordert der MKV die Bundesregierung auf, christliche Flüchtlinge aus dem Irak aufzunehmen. Es sei bedauerlich, dass die österreichische Regierung diese Aufnahme bisher verweigert hat. Einige Länder wie Frankreich und Deutschland hätten sich bisher großzügig bei der Aufnahme gezeigt, Österreich hingegen nicht. "Es ist unverständlich, dass sich Österreich an der Aufnahme von irakischen Flüchtlingen christlicher Konfession bisher nicht beteiligt hat. Dabei sind diese Flüchtlinge in der Regel gut ausgebildete Menschen, die sich bei uns bei uns bestens integrieren könnten", stellte Kukacka fest.

Der MKV unterstützt damit auch einen Appell von Kardinal Christoph Schönborn, den er in dieser Frage an die Regierung gerichtet hat.

Frankreich hat zum Beispiel seit 2007 bereits rund 1.500 Christen aufgenommen. Auch die EU hatte im November 2008 versprochen, bis zu 10.000 Angehörige besonders bedrohter Minderheiten aus dem Irak aufzunehmen, darunter vor allem Christen. Ihre Ansiedlung in den EU-Staaten geht jedoch weit langsamer voran als geplant.

Die grausamen und beispiellosen jüngsten Vorfälle in Bagdad (Irak), wo fast 60 Christen zusammen mit ihrem Priester ermordet wurden, weil dieser sich geweigert hatte, zum Islam zu konvertieren, zeigen uns die Dringlichkeit dieses Anliegens besonders deutlich, schloss Kukacka.

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