AK-Pendlertag 2: Kein Ticketkauf in ÖBB-Nahverkehrszügen.

Darauf sollten PendlerInnen jetzt achten

Wien (OTS) - Mit dem heurigen Fahrplanwechsel am 12. Dezember sind im Nahverkehr alle ÖBB-Strecken Selbstbedienungsstrecken. Das heißt:
Fahrgäste dürfen nicht mehr wie bisher auch im Zug eine Fahrtkarte lösen. Die ÖBB besteht auf folgenden Regeln: Fahrgäste dürfen den Zug nur noch mit einem gültigen Fahrschein besteigen. Wer ohne Ticket angetroffen wird, dem drohen Mehrkosten von 65 Euro. Wer diese Summe im Zug nicht zahlen kann, dem fordert die ÖBB 95 Euro ab. Deshalb rät die AK allen PendlerInnen:

+ Kaufen Sie Ihre Zeitkarten nicht im letzten Moment, sondern möglichst schon im Vo-raus, beim Schalter oder Automaten.

+ Fahrkarten für Einzelfahrten (keine Wochen- oder Monatskarten) gibt es im Internet unter
http://www.oebb.at/de/Fahrkarten/Online-Ticket/. Weitere
Informationen zum Fahr-kartenkauf per Handy finden Sie unter
http://www.oebb.at/de/Fahrkarten/Handy-Ticket/).

+ Wenn der Automat am Bahnsteig defekt ist, müssen die Fahrgäste laut ÖBB beweisen, dass Sie kein Ticket kaufen konnten. Fotografieren Sie beispielsweise mit dem Handy einen defekten Automaten. Nur so haben Sie eine Chance, die Mehrgebühren von 65 oder 95 Euro zurückzuerhalten.

+ Notieren Sie sich Ort und Zeit und warum Sie kein Ticket lösen konnten. Wenn mög-lich suchen Sie auch Zeugen, die Ihre Situation bestätigen können.

+ Der Ticketkauf am Bahnhof wird weiter an Bahnschaltern und Automaten abgewickelt. Nur in jenen Stationen, in denen es keinen Ticketautomaten oder keine Personenkasse gibt, ist ein Zustieg ohne Fahrkarte erlaubt. Im Zug müssen die Fahrgäste aber sofort zum Zugbegleiter gehen und ein Ticket kaufen. Einfach warten, bis der Schaffner kommt, reicht nicht!

+ Gutschrift bei unpünktlichen Zügen: Ab Jänner 2011 haben Pendlerinnen und Pendler, wenn sie per Bahn mit einer Jahreskarte unterwegs sind, ein Recht auf teilweise Erstat-tung des Fahrpreises bei Verspätungen und Zugsausfällen. Dazu ermittelt die Bahn selbst, wie pünktlich die Züge auf einer bestimmten Strecke im Verlaufe eines Monats war. Wenn etwa in einem Monat der Pünktlichkeitsgrad von 90 Prozent auf einer be-stimmten ÖBB-Strecke nicht erreicht wurde, gibt es einen Gutschein für ÖBB-Leistungen oder eine Gutschrift auf die nächste Jahreskarte von mindestens 10 Prozent .

+ Weitere Informationen zu Fahrgastrechten im Nah- und Fernverkehr bietet die AK Bro-schüre "Gut informiert unterwegs - Ihre Rechte als Fahrgast" unter der Bestelltelefon-nummer 01-310 00 10 451

Rückfragen & Kontakt:

AK Wien Kommunikation
Olivia Weiss
Tel.: (+43-1) 501 65 2641; mobil: (+43) 664 845 42 00
olivia.weiss@akwien.at
http://wien.arbeiterkammer.at

OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS | AKW0002