PISA-Ergebnis als Appell und Chance begreifen: Schulreform ohne ideologische Barrieren starten

Frais: "Die Zeit der hemmenden Wortspenden muss ein für alle Mal vorbei sein!"

Linz (OTS) - "Unabhängig vom desaströsen österreichischen PISA-Ergebnis, lohnt ein Blick auf die Siegerstaaten, um zu erkennen, welche Schulsysteme gute oder weniger gute Ergebnisse hervorgebracht haben. Auf diese empirischen Erfahrungen gestützt soll auch das österreichische Schulsystem grundlegend reformiert werden. Österreich muss sich an den besten Schulsystemen orientieren - das sind wir den jungen Menschen in unserem Land schuldig", argumentiert SP-Klubobmann Dr. Karl Frais. Ideologische Verunglimpfungen einer gemeinsamen Schule oder Propaganda gegen schulische Ganztagsangebote sind daher keineswegs angebracht, weil die drei Siegerstaaten des aktuellen PISA-Tests (Kanada, Korea, Finnland) allesamt über eine gemeinsame Schule von 10 bis 14 Jahren sowie über flächendeckende schulische Ganztagsangebote verfügen.

Bildungsministerin Schmied hat bereits die 10 wichtigsten Handlungsfelder nach dem PISA-Test definiert - darin sind auch der Ausbau ganztägiger Schulangebote mit verstärkter Förderung sowie der Ausbau der Neuen Mittelschule im Sinne einer gemeinsamen Schule der 10- bis 14-Jährigen enthalten. "Diese zwei zentralen strukturellen Reformprojekte werden von der Bildungsministerin durch zahlreiche pädagogische und organisatorische Verbesserungsmaßnahmen ergänzt. Im Ergebnis hat Schmied ein zukunftsweisendes Reformprojekt vorgelegt, dass im Sinne der jungen Menschen in unserem Land umgesetzt werden soll", fordert SP-Klubobmann Dr. Karl Frais.

An die bisherigen Blockierer und Bremser der Bildungsreform appelliert der SP-Klubobmann: "Die Zeit der parteitaktischen Wortspenden ist vorbei. Wer konstruktiv am Schulreformprojekt mitarbeiten will, der soll seine positiven Vorschläge offenlegen und sich entsprechend einbringen. Wer aber nur parteipolitisches Kleingeld wechseln will oder seine eigenen Machtinteressen über das öffentliche Interesse an einem bestmöglichen Bildungssystem stellt, der hat in einem ergebnisorientierten Bildungsreformprozess keinen Platz. Inhaltlich geht es mir aber nicht vorrangig um ein gutes Abschneiden beim nächsten PISA-Test, sondern darum, die Chancen für die jungen Menschen in Österreich deutlich zu verbessern. Denn bestmögliche Bildung ist die Grundlage für die positive Zukunftsentwicklung in unserem Land."

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