Grillitsch: Margen auf Kosten von Bauern und Kunden?

Bauernbund schlägt Lieferantenschutzgesetz vor

Wien, 05. Dezember 2010 (OTS) Bauernbund-Präsident Fritz Grillitsch verlangte rasche Aufklärung über angebliche Praktiken von Handelsketten, die laut SPÖ-Behauptungen bei Frequenzbringern wie Milch angeblich Handelsspannen von 45 Prozent des Verkaufspreises kassieren. "Wenn das stimmt und beweisbar ist, was Günther Kräuter heute zu den Milch-Margen behauptet hat, dann gibt es Handlungsbedarf. Lebensmittel sind zu wertvoll, um nur die Profitmargen im Auge zu haben", verlangte Grillitsch mehr Markttransparenz. Die Unklarheit, ob jemand in der Wertschöpfungskette auf Kosten der anderen profitiert, müsse rasch beseitigt werden. Der Bauernmilchpreis liegt derzeit zwischen 32
und 34 Cent, im Regal kostet der Liter Vollmilch ab 79 Cent für die Handelsmarke und 90 Cent für die Marke - für Biomilch bezahlt der Konsument mitunter bis zu 1,50 EUR. ****

Utl.: Transparenz und Lieferantenschutzgesetz als Ausweg =

Seit der Milchkrise im Herbst 2009, als der Milchpreis mit 28 Cent im Keller war, versucht die EU-Kommission Licht in den Dschungel des Milchmarktes zu bringen. "Offenbar tut sich auch die EU schwer herauszufinden, wer die Margen für Milch und Milchprodukte kassiert. Jetzt wird es Zeit, dass wir in Österreich aufklären, wer sich wirklich den Rahm von der Milch nimmt", schlägt Grillitsch eine Transparenz-Initiative vor. Zudem solle auf parlamentarischer Ebene ein Lieferantenschutzgesetz auf den Weg gebracht werden. "Wenn die SPÖ es ehrlich meint, wirklich den Konsumenten und den Bauern zu helfen, hoffe ich auf eine sofortige Umsetzung dieser Gesetzesinitiative auf parlamentarischer Ebene",
so Fritz Grillitsch. Dazu möchte der Bauernbund-Präsident alle Beteiligten zu einem runden Tisch einladen.

Rückfragen & Kontakt:

Bauernbund, Andrea Salzburger,
a.salzburger@bauernbund.at

OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS | NVP0003