VP-Ulm: Arbeiten für Wien macht offenbar krank - Rekord an Frühpensionierungen aus gesundheitlichen Gründen

2 von 3 Wiener Beamten in Frühpension

Wien (OTS) - Angesichts der nun vorliegenden Bilanz der gemeinderätlichen Personalkommission für das Jahr 2010 schlägt ÖVP Gemeinderat Wolfgang Ulm Alarm. "Offenbar macht arbeiten für die Stadt Wien krank. 2010 gibt es einen traurigen Rekord an Frühpensionierungen aus gesundheitlichen Gründen zu vermelden: 569. Hier ist die zuständige Stadträtin Sandra Frauenberger gefragt. Das Personalmanagement der Stadt Wien ist, wie bereits mehrfach von Seiten der ÖVP aufgezeigt, dringend reformbedürftig. Die Versuche, das Problem unter den Teppich zu kehren, sind damit zum Scheitern verurteilt. Die Stadt Wien kommt ihrer Schutz- und Fürsorgepflicht gegenüber den Mitarbeitern nicht nach. Es kann nicht sein, dass jährlich mehr Mitarbeiter aus gesundheitlichen Gründen vorzeitig in den Ruhestand versetzt werden müssen. Erforderlich sind eine sofortige arbeitsmedizinische Offensive sowie eine Besoldungsreform, um Wiens BeamtInnen länger im Dienst erhalten zu können", so Ulm.

592 Frühpensionierungen im Jahr 2010

"Von den gesamt 900 Beamtinnen und Beamten der Stadt Wien, die im Jahr 2010 pensioniert wurden, waren es exakt 592, deren Pensionierung vorzeitig von Amts wegen oder auf Antrag erfolgte - 569 von ihnen aus gesundheitlichen Gründen. Hier ist dringender Handlungsbedarf gegeben. Neben dem Gesundheitsaspekt wäre auch zu beachten, dass die Stadt Wien durch eine Fortsetzung dieser verantwortungslosen Politik auf kurze Sicht die Finanzierung des Pensionssystems gefährdet. Dass Handlungsbedarf gegeben ist zeigte zuletzt auch der Rechnungshof auf, der in Wien ein Einsparungspotenzial von 350 Millionen Euro ortet. Im Bundesländervergleich ist Wien, was das Thema Frühpensionierungen betrifft, absoluter Spitzenreiter. Angesichts dieser Tatsachen ist es ein Armutszeugnis, dass das rot-grüne Koalitionsübereinkommen zu diesem Themenkomplex schweigt", so Ulm abschließend.

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