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"profil": Schmied: "Die diagnostizierte Leseschwäche ist kein sogenanntes Ausländerproblem, sondern hat soziale Wurzeln."

Schmied setzt auf einen Paradigmenwechsel im Deutsch-Unterricht mithilfe von "Kunst und Kultur"

Wien (OTS) - Wie das Nachrichtenmagazin "profil" in seiner Montag erscheinenden Ausgabe berichtet, sagt Unterrichtsministerin Claudia Schmied zu den erwartbar schlechten Ergebnissen des PISA-Lesetests, der kommende Woche veröffentlicht wird, dass die in mehreren Studien wiederholt festgestellte Leseschwäche österreichischer Schulkinder "kein sogenanntes Ausländerproblem, sondern ein soziales Problem" seien: "Es sind nicht nur Kinder mit Migrationshintergrund, die Sprachförderung brauchen." Bei der Einschreibung von Wiener Kindern für die Volksschulen im vergangenen Herbst wurde bei 23 Prozent der Kinder mit deutscher Muttersprache eine Sprachförderung als notwendig erachtet. 2009 waren es noch 17 Prozent gewesen. Auch an den Allgemein Bildenden Höheren Schulen in Wien herrscht Alarmstimmung. Eine Lesestudie unter Wiener AHS-Schülern vom Herbst 2010 ergab, dass 22 bis 25 Prozent der Zehn-bis Elfjährigen in der ersten Klasse Mittelschule nicht sinnerfassend lesen können. "Wir gingen anfangs davon aus, dass es in den AHS kein Problem gibt. Das Ergebnis ist doch sehr überraschend", sagt Landesschulinspektor Karl Blüml.

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