Wien: Solidaritätsaktion für Bischof Kräutler und die Menschen am Rio Xingu

Protest gegen geplante Lieferung von Turbinen der "Andritz AG" an das Mega-Kraftwerk Belo Monte

Wien (OTS) - =

Wien, 03.12.10 (PEW) Eine Solidaritätsaktion für den austro-brasilianischen Bischof Dom Erwin Kräutler starten katholische Organisationen am Montag, 6. Dezember, in Wien. Kräutler wird am 6. Dezember in Stockholm
auf Grund seines Einsatzes für Amazonien mit dem Alternativ-Nobelpreis ausgezeichnet. Er wird damit auch für seinen mutigen Einsatz gegen das Mega-Kraftwerk Belo Monte geehrt, für das eine österreichische Firma (die steirische "Andritz AG") die Turbinen liefern soll. Das "Welthaus" der Katholischen Aktion der Erzdiözese Wien und die Dreikönigsaktion der Katholischen Jungschar organisieren am Tag der Preisverleihung an Kräutler - 6. Dezember, 10 Uhr - eine Solidaritätsaktion vor dem "Andritz"-Gebäude in Wien (1120 Wien, Eibesbrunnergassse 20).

Dabei wird in einer symbolischen Aktion die Bedrohung des Regenwaldes als Lebensraum und wertvolles Ökosystem veranschaulicht, brasilianische Rhythmen vermitteln Lokalkolorit, "Botschaften aus Amazonien" und konkrete Forderungen an die "Andritz AG" werden übergeben. Im Anschluss findet im Gasthaus "Gadolla" (1120 Wien, Eibesbrunnergasse 9) ein Pressegespräch mit Msgr. Helmut Schüller (Universitätsseelsorger, Katholischer Akademikerverband), Maria Etl (Katholische Arbeitnehmerbewegung Österreichs) und Martin Krenn (Vorsitzender der Dreikönigsaktion statt.

Das umstrittene Mega-Kraftwerksprojekt Belo Monte werde "unter Missachtung internationaler Konventionen und der brasilianischen Verfassung" durchgepeitscht, stellen die katholischen Organisationen fest. Eine Verwirklichung hätte dramatische Auswirkungen auf die einzigartige Natur und die Menschen am Rio Xingu. Bischof Erwin Kräutler stehe an vorderster Front des Widerstands gegen Belo Monte:
"Das Projekt ist ein Verbrechen an der Natur und an den Menschen. Die Andritz AG darf sich auf keinen Fall daran beteiligen." Das geplante Engagement der "Andritz AG" stehe auch im Widerspruch zum Leitbild des .Unternehmens. Das "Welthaus" der Katholischen Aktion der Erzdiözese Wien und die "Dreikönigsaktion" appellieren an die "Andritz AG", sich nicht zum Komplizen von enschenrechtsverletzungen und Umweltzerstörungen zu machen und die geplante Beteiligung am Mega-Kraftwerk Belo Monte aufzugeben.

Am 8. Dezember lädt die Katholische Aktion der Erzdiözese Wien um 17.30 Uhr zu einer Solidaritäts-Stunde für Bischof-Kräutler und die Menschen in Amazonien in die Pfarre Namen Jesu (1120 Wien, Schedifkaplatz 3). Anschließend (ca. 18.30 Uhr) findet ein Solidaritätsmarsch zum "Andritz"-Gebäude statt.(Infos: Georg Bauer/Dreikönigsaktion, Tel: 01/481 09 91-42 oder 0676/880 11-1073, E-Mail: georg.bauer@dka.at; Christoph Watz/Welthaus, Tel. 01/515 52-3353 oder 0664/824 37 61, E-Mail: christoph.watz@welthaus.at). (ende)

Rückfragen & Kontakt:

Erzdiözese Wien, Öffentlichkeitsarbeit & Kommunikation
Erich Leitenberger
1010 Wien, Stephansplatz 4/7/1
Tel: 01/51552-3591
E-Mail: media@edw.or.at
http://presse.erzdioezese-wien.at

OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS | EDW0001