FSG-Katzian: "Bildung braucht zukunftsweisende Modelle statt alte Hüte"

Ja zur Gesamtschule, Nein zu neuen Zugangsregeln

Wien (OTS/FSG) - "Was muss eigentlich passieren, damit auch die
ÖVP endlich versteht, worum es in der Bildung geht? Wir brauchen ein zukunftsweisendes System und kein Festhalten an Positionen, die nicht einmal mehr konservativste Experten befürworten", kommentiert der Vorsitzende der Fraktion Sozialdemokratischer GewerkschafterInnen (FSG), Wolfgang Katzian, die Ideen, die bisher vom so genannten ÖVP-Bildungsplan durchgedrungen sind.

Die Blockade der Gesamtschule, an der die ÖVP offensichtlich festhalte, ist für Katzian völlig unverständlich. "Jeder Experte bestätigt, dass die Differenzierung, die in unserem System derzeit nach der vierten Schulstufe stattfindet, eine zu frühe Selektion bedeutet, deren Folgen maßgeblich über den weiteren Bildungsweg entscheidet. Die flächendeckende Einsetzung der Gesamtschule würde in dieser Hinsicht wesentliche Fortschritte bringen, auch wenn das selbsternannte Fachleute ständig leugnen." Auch Experten sind sich darin einig, dass die Trennung Zehnjähriger keine Vorteile, sondern Nachteile bringe: "Jede Studie beweist, dass Kinder aus sozial schwachen Bevölkerungsschichten deutlich geringere Bildungschancen haben - wir brauchen also eine Schulmodell, das entgegenwirkt." Unterrichtsministerin Schmied sei mit ihrem Engagement für eine große Bildungsreform inklusive der flächendeckenden Einführung von Gesamtschulen auf dem richtigen Weg.

Mehr als ein Kopfschütteln hat Katzian auch für die Idee einer Aufnahmsprüfung an Gymnasien nicht übrig: "Zugangsregelungen sind abzulehnen, für Zehnjährige genau so wie für StudienbeginnerInnen! Jetzt geht es einmal nicht darum, wie wir den Zugang zur Bildung erschweren, sondern wie wir mit vereinten Kräften ein besseres Angebot schaffen!" Dafür brauche es eine offene Diskussion über zukunftsweisende Idee und kein Festhalten an alten Hüten, so Katzian abschließend: "Ich hoffe im Sinne der SchülerInnen, dass sich in der ÖVP konstruktive Kräfte wie WKÖ-Präsident Leitl, der eine Gesamtschule befürwortet, endlich durchsetzen!"

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