WKÖ: Schneefall erfordert Verantwortungsbewusstsein von allen Lenkern

Bei Wintereinbruch Verkehrsteilnehmer vorausschauend informieren

Wien (OTS/PWK953) - "Jeder Lastkraftwagen, der auf der Strecke
zum Stehen kommt oder von der Polizei abgestellt wird, kostet Geld. Kein Transporteur kann es sich leisten, ein Fahrzeug auf die Reise zu schicken, das ab 1. November schlecht für den Winter ausgerüstet ist. Der Anteil von Lkw ohne Winterreifen liegt im Promillebereich, wie Polizeikontrollen belegen", betont Alexander Klacska, Obmann der Bundessparte Transport und Verkehr in der Wirtschaftskammer Österreich. "Es liegt im Eigeninteresse jedes Unternehmers, Zeitverluste bei Zustellungsfahrten oder ein höheres Haftungsrisiko bei Unfällen zu vermeiden. Gleiches gilt auch für Autobus- und Taxiunternehmer", so der Obmann.

Um ein Verkehrschaos auf den Straßen bei Wintereinbrüchen zu verhindern, seien eine rechtzeitige Wetterinformation mittels elektronischen Anzeigen und Durchsagen im Radio, ausreichend Kettenanlegeplätze sowie ein effizienter örtlicher Winterdienst die wichtigsten Voraussetzungen. Bei 4000 bis 5000 Lkw, die beispielsweise täglich die Wiener Außenring Autobahn A21 passieren, sei es jedoch aufgrund der Verkehrsdichte unmöglich, jedes einzelne Fahrzeug zu kontrollieren, so Klacska. Eine vorübergehende Umleitung des Schwerverkehrs sei daher eine richtige Maßnahme, um verlässlich zu unterbinden, dass gegebenenfalls ortsunkundige oder von der Wetterlage überraschte (häufig ausländische) Lenker mit ihren Lkw auf dem neuralgischen Streckenabschnitt hängenbleiben.

Die Forderung nach rigorosen Lkw-Kontrollen gehe daher ins Leere und sei ein unreflektierter Seitenhieb auf die Transportbranche, betont Klacska. Mindestens ebenso gefordert sind der motorisierte Individualverkehr bzw. Pkw-Lenker. Gerade in der Ostregion seien mitunter auf Streckenabschnitten, die gerade wegen Schneefalls für Lkw gesperrt sind, gleichzeitig Pkw-Lenker mit Sommerreifen unterwegs. Diese verursachten dann hoffentlich kein Verkehrschaos, so Klacska mit dem Verweis, dass auf der A21 abschnittsweise sieben Mal mehr Pkw als Lkw unterwegs sind.

Schwere Lkw (Führerschein C) benötigen Winterreifen vom 1. November bis 15. April an einer Antriebsachse. Ketten müssen für 2 Antriebsräder mitgeführt werden.

Lenker von Pkw und Kleinen Lkw (Führerschein B) dürfen von 1. November bis 15. April ihr Kraftfahrzeug nur verwenden, wenn bei winterlichen Fahrbahnverhältnissen wie insbesondere Schneefahrbahn, Schneematsch oder Eis an allen Rädern Winterreifen angebracht sind. In bestimmten Fällen sind Sommerreifen zulässig (Verwendung von Schneeketten). Nähere Informationen auf www.wko.at (PM)

Rückfragen & Kontakt:

Wirtschaftskammer Österreich, Bundessparte Transport und Verkehr
Dr. Stefan Ebner
Tel.: Tel. 0590900-4028
stefan.ebner@wko.at

OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS | PWK0006