Beatrix Karl: Qualitätssicherung aus einem Guss

Wissenschafts- und Forschungsministerin schickt Qualitätssicherungsrahmengesetz in Begutachtung

Wien (OTS) - "Eines meiner zentralen Ziele ist es, die Qualität an unseren Hochschulen zu sichern und weiter auszubauen. Dafür braucht es auch eine Qualitätssicherung aus einem Guss", so Wissenschafts-und Forschungsministerin Dr. Beatrix Karl zum Qualitätssicherungsrahmengesetz, das diese Woche in Begutachtung geschickt wurde. Dazu gab es in den vergangenen Wochen und Monaten zahlreiche Gespräche mit den betroffenen Agenturen und Räten bzw. den Hochschulkonferenzen. Im Mittelpunkt stehen Qualitätsaspekte, das neue Gesetz bringe aber auch eine "Verwaltungsvereinfachung und ist im Sinne des Konsumentenschutzes", so die Ministerin. Denn: "Dort, wo akademische Ausbildung drauf steht, muss auch akademische Ausbildung drinnen sein."

Derzeit gibt es in Österreich vier Hochschultypen (Universitäten, Fachhochschulen, Privatuniversitäten und Pädagogische Hochschulen), Lehrgänge universitären Charakters (LUC) sowie drei Agenturen, die mit Qualitätssicherung befasst sind (AQA, Akkreditierungsrat, Fachhochschulrat). Mit dem Qualitätssicherungsrahmengesetz werden das Qualitätssicherungsgesetz (QSG) und das Bundesgesetz über Privatuniversitäten und Zertifikatslehrgänge (PUZ-G) erlassen sowie das Fachhochschulstudiengesetz (FHStG) novelliert.

Das Qualitätssicherungsrahmengesetz zielt auch auf internationale Vergleichbarkeit ab: "Wir brauchen entsprechende Qualitätskriterien, um auch international Durchlässigkeit und Anerkennung sicherzustellen. Die Förderung der europäischen Zusammenarbeit in Fragen der Qualitätssicherung ist ein Eckpfeiler des Bologna-Prozesses", unterstreicht die Ministerin. Gemeinsame Standards tragen zur Stärkung des gegenseitigen Vertrauens bei und dienen der Unterstützung der gegenseitigen Anerkennung und der Vergleichbarkeit der Agenturen und ihrer Verfahren.

Neu geschaffen wird die Agentur für Qualitätssicherung und Akkreditierung - Austria (AQA.Austria) als neue, sektorenübergreifende Einrichtung für externe Qualitätssicherung im Tertiärbereich. Die bestehenden Einrichtungen (Fachhochschulrat, Akkreditierungsrat und AQA) werden integriert und damit gibt es künftig ein Gremium, das sektorenübergreifend für Verfahrensentscheidungen zuständig ist. Ebenso neu geschaffen werden Zertifikatslehrgänge: Diese stellen einen neuen Lehrgangstypus auf tertiärem nicht-hochschulischen Niveau dar und unterliegen der Programmakkreditierung. Weiters wird eine "Ombudsstelle für Studierende" eingerichtet: Mit dieser Ombudsstelle soll eine Ombuds-, Informations- und Servicestelle für Studierende gesetzlich verankert werden (unter Integration der bestehenden Studierendenanwaltschaft).

Weitere Eckpunkte und Details zum Qualitätssicherungsrahmengesetz unter www.bmwf.gv.at

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