Tag des Ehrenamtes: Samariterbund fordert bessere Rahmenbedingungen

ASBÖ-Präsident Franz Schnabl wird 2011 zum Freiwilligen-Sonderbotschafter berufen

Wien (OTS) - Anlässlich des Welttages des Ehrenamtes am 5.
Dezember betont der Samariterbund die gesellschaftliche Bedeutung der Freiwilligenarbeit. "Die Freiwilligen Österreichs leisten jede Woche mehr als 14 Millionen Arbeitsstunden im Dienste der Allgemeinheit. Dieses ungeheure Engagement verdient unsere höchste Anerkennung", kommentiert Franz Schnabl, Präsident des Arbeiter-Samariter-Bund Österreichs (ASBÖ). "Aber dabei darf es nicht bleiben: Nehmen wir das Europäische Jahr der Freiwilligenarbeit 2011 zum Anlass, auch die gesetzlichen Rahmenbedingungen für die Ehrenamtlichen zu verbessern", fordert Schnabl.

So setzt sich der Samariterbund seit längerem für einheitliche Regelungen bezüglich Haftpflicht- und Unfallversicherung freiwilliger Mitarbeiter ein. Ein solcher Versicherungsschutz ist für Rettungsorganisationen wie den Samariterbund längst selbstverständlich, es existiert jedoch keine gesetzliche Verpflichtung für alle Organisationen, die ehrenamtliche Mitarbeiter beschäftigen. "Der Staat hat ein hohes Interesse an der Förderung der Freiwilligenarbeit, er sollte sie demnach auch durch entsprechende Anreize fördern", erklärt Schnabl. Beispiele für solche Anreize sind die steuerliche Absetzbarkeit von Aufwendungen im Zusammenhang mit der Freiwilligenarbeit oder eine Anrechnung freiwilliger Tätigkeiten für bestimmte Ausbildungsgänge.

"Natürlich liegt es auch an uns Freiwilligenorganisationen, unsere ehrenamtlichen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter zu fördern und zu unterstützen", betont Franz Schnabl. So erhalten die freiwilligen Rettungssanitäter des ASBÖ eine kostenlose Ausbildung, bestehend aus hundert Stunden Theorie und 160 Stunden Praktikum. Die fachspezifische Weiterbildung wird für Ehrenamtliche mit eigens eingerichteten Samariterbund-Stipendien gefördert. Nicht wenige Freiwillige nutzen die so erlernten Fähigkeiten als Sprungbrett für eine neue Karriere.

Das kommende Europäische Jahr der Freiwilligenarbeit wird der Samariterbund dazu nutzen, die öffentliche Anerkennung für die Leistungen der Ehrenamtlichen zu stärken. Bundesminister Rudolf Hundstorfer hat den ASBÖ-Präsidenten Franz Schnabl in diesem Zusammenhang zum "Sonderbotschafter für das Europäische Freiwilligenjahr 2011" berufen. "Durch die veränderten Arbeits- und Familienverhältnisse in unserer Gesellschaft wird es immer schwieriger, sich freiwillig zu engagieren. Wir werden uns im kommenden Jahr verstärkt dafür einsetzen, dass unsere Ehrenamtlichen mehr öffentliche Anerkennung für ihr Engagement erhalten. Wir möchten noch mehr Menschen dafür begeistern, sich in ihrer Freizeit freiwillig zu engagieren", schließt Franz Schnabl.

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