Zahlungsverkehr - Bankdienstleistungen: Österreich unter den Bestpreisländern

Bankkunden in Österreich zahlen im Europa-Vergleich rund ein Drittel weniger - Untersuchung vergleicht Angebote und Preis-Leistungsverhältnis in insgesamt 11 Ländern

Wien (OTS/PWK945) - "Da Fragen der
Zahlungsverkehrsdienstleistungen immer wieder Gegenstand öffentlicher Diskussionen sind, wollen wir mit den aktuellen Erhebungen zur Versachlichung beitragen. Die Ergebnisse zeigen deutlich das im europäischen Vergleich für die heimischen Bankkunden sehr gute Preis-Leistungsverhältnis und dass der Qualitätsstandard der Bankdienstleistungen in Österreich von den Kundinnen und Kunden in hohem Maß anerkannt wird", sagt Herbert Pichler, Geschäftsführer der Bundessparte Bank und Versicherung der Wirtschaftskammer Österreich (WKÖ). Das Beratungsunternehmen Capgemini und das Meinungsforschungsinstitut GfK Austria haben repräsentative Erhebungen zum Thema durchgeführt. Zum einen wurde das Nutzungsverhalten von Bankkunden aus insgesamt 11 europäischen Ländern unter die Lupe genommen. "Die Ergebnisse basieren auf Daten aus diesen Ländern und Banken, die zusammen jeweils mehr als 80 Prozent der Märkte in ihren Ländern abdecken", so Gregor Erasim von Capgemini Österreich: "Für Österreich umfasst die Stichprobe mehr als 1,6 Millionen Konten, die wiederum für mehr als 6 Millionen Konten repräsentativ sind."

Bankkunden in Österreich zahlen rund 1/3 weniger als in anderen europäischen Ländern

Die Ergebnisse sprechen eine klare Sprache: Österreich liegt im Vergleich der 11 Länder - Belgien, Deutschland, Frankreich, Großbritannien, Irland, Italien, Niederlande, Portugal, Schweiz, Spanien und eben dem Heimmarkt - auf Platz 4 - "und gehört damit im Bezug auf das Preis-Leistungsverhältnis für die Kunden zu den Bestpreisländern". Ein so genannter "Durchschnittskunde" in Österreich - dieser repräsentiert das Nutzungsverhalten von 60 Prozent der Bankkunden - zahlt für die Bankdienstleistungen um 50,8 Euro oder fast ein Drittel weniger als Kunden in allen übrigen Vergleichsländern.

Noch deutlicher sind die Ergebnisse des Vergleiches, würde das österreichische Nutzungsverhalten zu Europa-Preisen verrechnet werden: "Das würde die Bankkundin, den Bankkunden ganze 68,20 Euro mehr kosten. Das heißt also: Das Preisschema österreichischer Banken ist im Vergleich eher zu Gunsten der österreichischen Kunden und deren Nutzungsverhalten ausgerichtet", so Erasim.

Insgesamt betrachtet, fühlen sich Herr und Frau Österreicher über die Preise und Konditionen rund um das Thema Zahlungsverkehr im Privatkundenzahlungsverkehr - dazu gehören Kontoeinrichtung und -führung, Zahl- und Kreditkarten, Überweisungen, Behebungen, Einzahlungen etc. - gut informiert: 29 Prozent der von GfK Österreich im Auftrag der Bundessparte Bank und Versicherung Befragten geben an, sich sehr gut mit den verschiedenen Möglichkeiten im Zahlungsverkehr auszukennen, weitere 58 Prozent fühlen sich gut informiert. Lediglich 13 Prozent denken, dass sie Informationsdefizite in diesem Bereich haben.

All-Inclusive-Kontopakete am stärksten genutztes Zahlungsverkehrskonto

Die Untersuchung von Capgemini gibt auch Einblick in die durchschnittliche Nutzungshäufigkeit von Bankdienstleistungen wie Überweisungen (elektronisch oder per Zahlschein), Behebungen (am Schalter oder bei Automaten), Daueraufträge etc. Dabei wird ersichtlich, dass jeweils 20 Prozent der Bevölkerung eine höhere bzw. niedrigere Nutzung als der Durchschnittsnutzer aufweisen.

Weiters zeigen die Ergebnisse der Konsumenten-Befragung durch GfK deutlich, dass in Österreich Kontomodelle mit Pauschalverrechnung und Freivolumen am gefragtesten sind: 45 Prozent der Befragten nutzen so genannte All-Inclusive-Konten, wo im Pauschalpreis alle Leistungen inkl. aller Überweisungen inkludiert sind, egal, ob sie sämtliche Leistungen nutzen oder nicht. 29 Prozent der Bankkunden in Österreich nutzen eine Mischform, in der nur eine bestimmte Anzahl von festgelegten Dienstleistungen inkludiert ist. Nur knapp jeder Sechste besitzt ein Konto, wo jede Leistung einzeln verrechnet wird.

Fakt ist in diesem Zusammenhang auch: Je höher die Nutzungsintensität, desto größer der Vorteil für österreichische Bankkunden, denn desto stärker profitieren diese von den weit verbreiteten Kontomodellen mit Pauschalverrechnung.

Schnelle Durchführung von Überweisungen, ein reibungsloser Ablauf machen ebenfalls zufrieden

Bankkunden in Österreich zeigen sich insgesamt mit der Abwicklung des Zahlungsverkehrs zufrieden: "Die Erwartungen an Geldinstitute im Zusammenhang mit Zahlungsverkehr sind klar definiert: die schnelle und prompte Abwicklung von Überweisungen, ein reibungsloser Ablauf; und: Es sollte eben nicht zu teuer sein. Diese Anforderungen werden offensichtlich von den heimischen Geldinstituten erfüllt: Jeder fünfte Befragte ist außerordentlich zufrieden mit der Abwicklung des Zahlungsverkehrs und jeder Zweite sehr zufrieden", führt Alexander Zeh von GfK aus.

Als mit der jeweiligen Bank zufrieden äußert sich in der aktuellen Befragung ebenfalls der Großteil der Österreicherinnen und Österreicher: Jeder fünfte Befragte bezeichnet sich mit seiner/ihrer Hausbank als "außerordentlich zufrieden", 51 Prozent sind "sehr zufrieden". Am zufriedensten sind - im Gegensatz zu jenen, die ein Konto mit Einzelverrechnung haben -, jene Bankkunden, die ein All-Inclusive-Paket besitzen. (JR)

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