Neues Volksblatt: "Nichts Gutes" (von Markus Ebert)

Ausgabe vom 30. November 2010

Linz (OTS) - Finanz-Staatssekretär Reinhold Lopatka hat innerhalb der Regierung seine Rolle klar definiert: Er legt den Finger in diverse offene Wunden. Ob ÖBB, Hacklerregelung oder nicht umgesetzte Reformen in den Bundesländern: Lopatka findet immer wieder etwas, mit dem er sich bei bestimmten Interessengruppen unbeliebt machen kann. Zuletzt hat er sich seiner Regierungskollegin, der Frau Unterrichtsminister, angenommen, die seiner Ansicht nach beim Lehrerdienstrecht säumig ist. Tatsächlich verspricht Claudia Schmied seit längerer Zeit eine Neuregelung, allerdings steht man nach wie vor erst vor dem Beginn der eigentlichen Verhandlungen. Was bisher geschah, nennt man laut SPÖ-Bildungssprecher Elmar Mayer "intensive inhaltliche Gespräche". Wird irgendwann nach dem Jahreswechsel wirklich verhandelt, sind seit dem Ministerratsbeschluss für ein neues Lehrerdienstrecht fast zwei Jahre vergangen. Doch der Faktor Zeit macht für die Schmied die Sache nicht leichter. Der neue AHS-Lehrergewerkschafter Eckehard Quin bestätigt Vermutungen, dass die aktuellen schlechten PISA-Ergebnisse eine Reaktion auf Schmieds Umgang mit den Lehrern sind. Solange aber Schmied das Sagen hat, verheißt das nichts Gutes für die Schule.

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