Inklusive Bildung - NR-Präsidentin Prammer und Ministerin Schmied bei Projekt "Gemeinsam sind wir Klasse"

SchülerInnen berichten über Erfahrungen mit inklusiver Bildung - Prammer: Parlament wird barrierefrei - Schmied: Weg der Integration über 8. Schulstufe hinaus fortsetzen

Wien (OTS/SK) - Nationalratspräsidentin Barbara Prammer und Bildungsministerin Claudia Schmied haben heute, Montag, Integrationsklassen aus ganz Österreich in das Parlament eingeladen, über ihre Erfahrungen mit inklusiver Bildung zu berichten. Bei der Veranstaltung unter dem Motto "Gemeinsam sind wir Klasse" informierte Prammer darüber, dass das Parlament im Zuge der Umbauarbeiten barrierefrei gestaltet werden wird. Außerdem bedankte sich die Nationalratspräsidentin für die "wertvollen Erfahrungen" der Schülerinnen und Schüler, die sie in Redebeiträgen präsentierten. Ministerin Schmied bekräftigte: "Wir wollen und müssen der Weg der Integration über die achte Schulstufe hinaus fortsetzen." ****

Österreich hat im Oktober 2008 die UN-Konvention über die Rechte behinderter Menschen im Parlament ratifiziert. Dies sei zusammen mit dem "Internationalen Tag der Menschen mit Behinderung" am 3. Dezember ein guter Anlass, über Integration und inklusive Bildung zu diskutieren, so Prammer in ihren Eröffnungsworten. Mit Verweis auf Initiativen wie die "Demokratiewerkstatt" oder auf das "Jugendparlament" betonte Prammer, dass es ihr ein großes Anliegen sei, Demokratie und Parlament für Jugendliche erlebbar zu machen. Prammer zeigte sich zudem zuversichtlich, dass das Parlament nach den Umbauarbeiten ein Vorzeigeprojekt in Sachen Barrierefreiheit sein werde.

"Gemeinsam sind wir Klasse" - das war auch das Thema eines Schülerredewettbewerbs zum Thema Integration und inklusive Bildung. In abwechslungsreichen und informativen Reden informierten die Schülerinnen und Schüler darüber, wie der Unterricht in Integrationsklassen im Alltag funktioniert. Tenor der Schülerbeiträge: "Miteinander ist besser als Gegeneinander" und "Integration ist eine Investition in eine menschlichere Zukunft für alle". Für die besten Redebeiträge gab es Urkunden und Bücher. Ausgezeichnet wurden Schülerinnen und Schüler der Hauptschule Zell am See in Salzburg, der Neuen Mittelschule Klusemannstraße/Graz und der Hauptschule Frankenfels in Niederösterreich.

Nach der Präsentation der Schülerbeiträge folgte eine Podiumsdiskussion zum Thema Integration. Unter der Moderation von Rainer Rosenberg (ORF) nahmen neben Ministerin Schmied auch Lisa Hörnler (Radiomoderatorin) sowie Marianne Schulze (Vorsitzende des Monitoringausschusses zur Umsetzung der UN-Konvention über die Rechte von Menschen mit Behinderung) an dieser Diskussion teil. Die Bildungsministerin unterstrich, dass sich angesichts der größeren Anforderungen an die Lehrenden auch die Arbeitsweise an den Schulen ändern müsse. Eine Möglichkeit seien hier beispielsweise "Teamstrukturen". Anzusetzen sei aber auch bei der neuen Lehrerbildung, so Schmied, die hier die Bedeutung "gelebter Werte und Vorbilder" herausstrich. (Schluss) mb/up

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