Kardinal Lajolo referiert in Wien über Friedenspolitik des Vatikans

Ehemaliger vatikanischer "Außenminister" am 9. Dezember zu Gast bei der Österreichisch-Deutschen Kulturgesellschaft

Wien, 29.11.10 (KAP) Einen hochrangigen vatikanischen Gast hat die Österreichisch-Deutsche Kulturgesellschaft für 9. November nach Wien eingeladen: Kardinal Giovanni Lajolo, Präsident der Päpstlichen Kommission für den Vatikanstaat und des vatikanischen Governatorats, wird über "Die Friedensmission der Kirche und die Politik des Heiligen Stuhls" sprechen. Lajolo war von 2003 bis 2006 vatikanischer "Außenminister". Die Veranstaltung mit Kardinal Lajolo findet um 18 Uhr Hotel de France (Schottenring 3, 1010 Wien) statt. Präsident der Österreichisch-Deutschen Kulturgesellschaft ist der frühere Bundesratspräsident Prof. Herbert Schambeck.

Der italienische Vatikandiplomat Lajolo hat eine besondere Bindung zu Deutschland. 1935 im piemontesischen Novara geboren und 1960 in Rom zum Priester geweiht, studierte er anschließend in München Kirchenrecht. 1965 schloss er mit der Promotion über die modernen Konkordate ab. Nach seiner Diplomatenausbildung kam Lajolo 1970 als Attache an die Nuntiatur in Bonn unter dem damaligen Nuntius Corrado Bafile. Anschließend war er 15 Jahre lang - von 1974 bis 1989 - im Staatssekretariat für Mittel- und Nordeuropa und damit auch für Probleme des geteilten Deutschlands zuständig.

Anschließend wechselte Lajolo für sechs Jahre von der Diplomatie in die Verwaltung. 1989 empfing er die Bischofsweihe und wurde Sekretär - und damit zweiter Mann - in der vatikanischen Güterverwaltung APSA. 1995 sandte ihn Johannes Paul II. als Nuntius nach Deutschland. In seine Amtszeit fiel 2001 der Umzug der Nuntiatur von Bonn nach Berlin.

Als vatikanischer "Außenminister" war Lajolo ab Ende 2003 für die gesamte Diplomatie des Heiligen Stuhls zuständig - in einer weltpolitisch schwierigen Situation. Der Nahostkonflikt, an dessen Lösung der Papst auch mit Blick auf die Christen in der Region ein ganz besonderes Interesse hat, spitzte sich zu. Im Zuge des Irak-Kriegs war die Rolle der Religionen mit Blick auf den Islam in ganz besonderer Weise gefragt. Dabei war von Lajolo mitunter auch unmissverständliche Kritik am Vorgehen der USA zu hören.

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