Nikolauszug 2010 feierlich verabschiedet

Hunderte bedürftige Kinder aus ganz Österreich erleben ein unvergessliches Wochenende in der Vorweihnachtszeit

Wien (OTS) - Der Nikolauszug findet heuer zum 11. Mal statt - die zweitägige Reise führt die Kinder, die aus schwierigen sozialen Verhältnissen stammen, Traumatisches erlebt oder besondere Bedürfnisse haben, nach Pamhagen ins Nordburgenland, wo sie ein unvergessliches Wochenende in der Vorweihnachtszeit (27. und 28. November) erleben.

Heute Mittag ging es für die Gäste aus allen Bundesländern um 12:53 Uhr am Wiener Westbahnhof die Reise los. Feierlich verabschiedet wurden die Kinder heuer von Christian Oxonitsch, Stadtrat für Bildung, Jugend, Information und Sport. Der Samariterbund war vertreten durch Präsident Dir. Franz Schnabl, Vizepräsident Abg.z.NR Bgm. Otto Pendl, die Präsidenten der Landesverbände Wien und Burgenland Dr. Siegfried Sellitsch und Josef Paul Habeler sowie Bundessekretär Reinhard Hundsmüller und Wiener Landessekretär Mag. Oliver Löhlein.

Neben viel Spiel und Spaß (Rätselrallye mit Erste-Hilfe-Quiz, Spielebus, Krippenbasteln) gibt es dieses Jahr beim Nikolauszug eine tolle Überraschung für die insgesamt 600 TeilnehmerInnen aus ganz Österreich: Die renommierte Tanzagentur BigsMile hat ein vielfältiges Programm für das erste Adventwochenende zusammengestellt. Neben einer Tanzvorführung, bei der Profis ihr Können zeigen, gibt es für alle Tanzbegeisterten die Möglichkeit, an Workshops teilzunehmen, wo verschiedene Schrittkombinationen einstudiert und zu guter Letzt auch auf der Bühne vorgeführt werden. Höhepunkt wird der Nikolaus sein, der die Kinder mit seinen Gaben am Sonntag besucht.

Zwt. Zeichen für Kinder in Not

Neben all den Vergnügen sollen beim Nikolauszug, an dem auch die Samariterjugend teilnimmt, Barrieren abgebaut und gegenseitiges Verständnis aufgebaut werden. Nicht selten kommt es vor, dass beim Nikolauszug länger anhaltende Freundschaften geschlossen werden.

"Kinder lachen hören, ist für mich etwas ganz Besonderes. Und an diesem Wochenende gibt es jede Menge fröhliche Kinder, die für ein paar Stunden ihren Alltag vergessen können. Mein Dank gilt den vielen ehrenamtlichen SamariterInnen, die dieses Großevent monatelang vorbereiten", betont Franz Schnabl, Präsident des Arbeiter-Samariter-Bund Österreichs.

"Dieses engagierte Projekt des Arbeiter-Samariter-Bundes setzt ein wichtiges Zeichen für Menschen in Not: Denn gerade in der Weihnachtszeit sollten wir nicht darauf vergessen, dass es viele Kinder aus schwierigen sozialen Verhältnissen gibt, die unsere ganze Unterstützung und Aufmerksamkeit brauchen", betont Bildungsstadtrat Christian Oxonitsch.

Wie wichtig diese Veranstaltung geworden ist, zeigen folgende Zahlen: 15 Prozent der bis zu 17-Jährigen leben laut Statistik Austria in armutsgefährdeten Haushalten, 90.000 bis 100.000 Kinder leben in Familien, die als "manifest arm" gelten. Menschen, die in Armut leben, sind doppelt so oft krank wie Nicht-Arme. Seit Jahren setzt sich der Samariterbund mit Initiativen wie dem Nikolauszug und der "Stiftung fürs Leben" für diese Kinder ein, um ihnen und ihren Familien den Alltag ein wenig zu erleichtern.

Die Kosten für den Nikolauszug - Reise, Unterbringung und Verpflegung - werden vom Arbeiter-Samariter-Bund Österreichs getragen. Unterstützt wird diese Veranstaltung von der Landes- und Bundespolitik sowie von Sponsoren wie u.a. der ÖBB, Licht ins Dunkel, SPAR, Vamed-KMB, BMASK, Flughafen Wien AG, Litz-Konfektion, BAWAG-PSK und der Initiative "Nein zu Arm und Krank". Weitere Informationen gibt es im Internet unter www.nikolauszug.at.

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