Bayr: Klimaschutz und Energieeffizienz sind Querschnittsmaterien

Rechtliche Handhabe für Energieeffizienz nötig

Wien (OTS/SK) - Klimaschutz und Energieeffizienz sind Querschnittsmaterien, die alle Ressorts und Ebenen betreffen, daher muss man stärker querdenken. Das sagte SPÖ-Umweltsprecherin Petra Bayr am Freitag bei einer Podiumsdiskussion zum Thema "Energieeffizienz in der Gemeinde". Die Gemeinden sind beim Thema Klimaschutz eine wichtige Ebene, da man dort den Menschen am nächsten ist und sie für dieses wichtige Thema sensibilisieren kann, so Bayr. ****

Auf Bundesebene sei es wichtig, zu einer rechtlichen Handhabe für Energieeffizienz zu kommen. Wie bei der Wohnbauförderung, die an Qualitätskriterien im Bereich der Energieeffizienz gebunden ist, müssen Klimaschutzkriterien auch in andere Bereiche einfließen, wie etwa Umweltverträglichkeits-Prüfungen. Bayr betonte, dass auch der Ausbau erneuerbarer Energie fortgesetzt werden muss. Die gesteckten Ziele zu erreichen, wird aber nur mit gleichzeitiger Steigerung von Energieeffizienz möglich sein. Darüber hinaus müsse man aufpassen, dass Ökostrom nicht für manche Menschen unleistbar wird. Hier sei ein sozialer Ausgleich wichtig.

Gegenüber dem Ankauf von Zertifikaten zeigte sich Bayr skeptisch. Österreich brauche zwar kurzfristig diese Zertifikate, da man noch meilenweit von den Klimazielen entfernt sei und daher Strafzahlungen minimieren müsse. Langfristig sei es aber notwendig, den Treibstoffausstoß zu minimieren und mehr in Umweltförderung im Inland zu investieren, so Bayr. Maßnahmen im Klimaschutzbereich bringen Wertschöpfung und Arbeitsplätze und minimieren langfristig Betriebs-und Energiekosten. "Ich würde mir wünschen, dass die Politik in längeren Perioden denkt, als bis zum Auslaufen des Kyoto-Protokolls 2012", so Bayr.

Im Bereich der thermischen Sanierung sei es gelungen, auch für die kommenden Jahre bis 2014 die Förderung sicherzustellen. "Für den Staat rechnet sich jeder investierte Euro doppelt", so Bayr. Wichtig sei es aber, die Fördermodelle so umzugestalten, dass auch jene, die sich die Investition in thermische Sanierung nicht leisten können, durch Kreditmodelle miteinbezogen werden. Nur durch derartige Modelle könnten auch die sozial Schwächsten, die in den am schlechtest isolierten Wohnungen leben, von den Förderungen profitieren. (Schluss) pl/up

Rückfragen & Kontakt:

SPÖ-Bundesorganisation, Pressedienst, Löwelstraße 18, 1014 Wien,
Tel.: 01/53427-275
http://www.spoe.at/online/page.php?P=100493

OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS | SPK0001