Österreich in guter Verfassung Jugendliche machen sich im Parlament Gedanken über Bundesverfassung

Wien (PK) - Auf Einladung von Nationalratspräsidentin Barbara Prammer kamen heute zahlreiche Jugendliche ins Hohe Haus, um im Dialog mit der Präsidentin und führenden Verfassungsexperten darüber nachzudenken, "wie jugend- und zeitgemäß die österreichische Verfassung ist".

In ihrer Begrüßung dankte Prammer dem Demokratiezentrum dafür, sich eines nicht alltäglichen Schwerpunkts angenommen zu haben.
Es sei bemerkenswert, sich mit den Inhalten und mit den Ideen der österreichischen Bundesverfassung zu befassen, weshalb sie überzeugt sei, dass die folgende Diskussion dementsprechend spannend werde.

Gertraud Diendorfer vom "Demokratiezentrum" dankte der
Präsidentin für die Gelegenheit, dass Jugendliche im Hohen Haus mit ihr und anderen Experten über die Verfassung diskutieren könnten. Sie berichtete über die Genese von "polipedia.at", einem Internetprojekt, welches Jugendlichen die Möglichkeit zu politischer Partizipation und zur Auseinandersetzung mit
politischen Inhalten biete.

Die Website sei in der Zwischenzeit beachtlich angewachsen, und
es gebe regelmäßige Treffen im Demokratiezentrum, bei denen die Seiten betreut und weiterentwickelt würden. Das Projekt werde laufend weiter propagiert, damit auch weitere Personenkreise
davon profitieren könnten, erläuterte die Rednerin, die sodann
auf einzelne Schwerpunkte dieses Webangebots einging. So gebe es Artikelserien zu Themen wie "Schuldemokratie", "Rechte in der Arbeitswelt" oder "Wahlen". Es gehe dabei um einen entsprechenden politischen Diskurs, wobei man freilich darauf achte, dass dieser
in einem Ton gegenseitigen Respekts über die Bühne gehe.

Das 90-Jahr-Jubiläum des Bundesverfassungsgesetzes habe das Demokratiezentrum zum Anlass genommen, sich eingehend mit der Verfassung auseinanderzusetzen. Dazu gab es eigene Workshops, die auf "polipedia.at" auch entsprechend dokumentiert worden seien, führte Diendorfer aus.

Ulrike Reindl von der diesbezüglichen Projektgruppe erzählte sodann vom konkreten Ablauf der Workshops und ging dabei auf die Motive der Jugendlichen ein, sich mit der Verfassung zu beschäftigen. Dazu habe man sie gleichsam in eine jugendgerechte Sprache "übersetzt", um auf diese Art festzustellen, welchen Stellenwert die Verfassung für die heutige Jugend hat. Diese sei die Basis der Demokratie und damit auch die Voraussetzung für politische Partizipation, der auch die folgende Diskussionen
dienen möge, so Reindl.

Im Anschluss an diese Einführungsreden debattierten die
anwesenden Jugendlichen mit Präsidentin Prammer, Eva Schulev-Steindl von der BOKU Wien und dem Verfassungsjuristen, Autor und Politologen Manfried Welan über Idee, Inhalt und Stellenwert der heimischen Verfassung. (Schluss)

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