Oesterreichs Energie: Deutsche Netzstudie enthält klare Botschaft für Österreich

Moderne und starke Netze sind die unverzichtbare Basis für die Stromversorgung von morgen

Wien (OTS) - Als "klare Botschaft auf Basis realistischer Berechnungen" bezeichnete Barbara Schmidt, Generalsekretärin von Oesterreichs Energie, der Interessenvertretung der österreichischen E-Wirtschaft die Ergebnisse der am 23. November 2010 publizierten zweiten Netzstudie der Deutschen Energieagentur dena. "Auch Österreich wird in den kommenden Jahren verstärkt in die Netze im Inland aber auch in die grenzüberschreitenden Verbindungen investieren müssen, wenn die erneuerbaren Energien tatsächlich so ausgebaut werden sollen, wie es heute geplant ist", ergänzte Schmidt.

Die österreichischen Stromnetze werden den erwarteten Anforderungen ohne hohe Investitionen nicht gewachsen sein. Schmidt: "Wenn Deutschland in den kommenden Jahrzehnten die Stromversorgung bis zu 80 Prozent mit erneuerbaren Energien sichern will, so bedeutet das, dass die grenzüberschreitenden Stromflüsse und die Bedeutung der Speicher in den Alpen enorm zunehmen wird." Aber auch innerhalb Österreichs werde die Belastung der Leitungen durch den Ausbau von Windkraft und der anderen nachhaltigen Energien steigen. Österreichs E-Wirtschaft plant bis 2020 Investitionen von sechs Mrd. Euro in den Ausbau und die Erneuerung der Netze. Zusätzlich sind noch Milliardeninvestitionen in Smart Grids geplant.

Deutscher Kostenvergleich spricht gegen Höchstspannungskabel

Als Absage an überteuerte Lösungen ist der Kostenvergleich der dena-Netzstudie zu bewerten. Die Studie prüfte verschiedene Varianten zur Weiterentwicklung des Stromnetzes in Deutschland. Werden normale 380 kV-Leitungen gebaut, erwartet die dena für Deutschland Kosten von 9,7 Mrd. Euro für den Netzausbau. Alternative Lösungen mit Freileitungen ersparen zwar einige Leitungsbauten kommen aber bereits auf bis zu 17 Mrd. Euro. Der Einsatz von erdverlegten Gleichspannungstrassen reduziert den benötigten Netzausbau ebenfalls geringfügig von 3600 auf 3400 km, ist aber mit Kosten von 22 bis 29 Milliarden Euro deutlich teurer. Schmidt: "Damit müssten die Stromkunden fast das Dreifache für die Leitungen zahlen." Für den notwendigen Ausbau der Netze in Österreich sind mindestens zehn Jahre zu veranschlagen, aber nur, wenn die Verfahren nicht so lange dauern wie zuletzt bei der Steiermark-Leitung. "Moderne und starke Netze sind die unverzichtbare Basis für die Stromversorgung von morgen", so Schmidt.

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