Bayr zu Internationalem Tag gegen Gewalt an Frauen: UN-Resolutionen sind umzusetzen

Empowerment und Frauenrechte in Entwicklungsprogrammen stärken

Wien (OTS/SK) - Anlässlich des Internationalen Tages gegen Gewalt an Frauen am 25. November macht Petra Bayr, SPÖ-Bereichssprecherin für Globale Entwicklung, darauf aufmerksam, dass Frauen in Konfliktregionen besonders massiv von Gewalt betroffen sind. "Geschlechtsspezifische Gewalt und sexueller Missbrauch treten verstärkt in bewaffneten Konflikten, aber auch Flüchtlingslagern und Notunterkünften nach Naturkatastrophen auf, wie auch der kürzlich veröffentlichte Weltbevölkerungsbericht der UNO dokumentiert hat", so Bayr. Spezielle Schutzprogramme für Frauen, wie sie auch die UN in Resolutionen fordert, müssten deshalb beim Wiederaufbau umgesetzt werden. ****

Die Problematik von massiver Gewalt an Frauen in und nach Konflikten und Katastrophen sei etwa aus der Demokratischen Republik Kongo bekannt, wo nach wie vor Frauen Massenvergewaltigungen ausgesetzt sind, oder aus Haiti, wo die weitere Destabilisierung von Rechtstaatlichkeit seit dem Erdbeben auch die Gewalt gegen Frauen verstärkt hat.

Bayr verweist deshalb auf die Dringlichkeit, Frauen durch spezielle Schutzprogramme vor Gewalt zu schützen und ihre Teilhabe an Konfliktbewältigung und Wiederaufbau zu stärken, wie dies auch in den UN-Resolutionen 1325, 1820 und 1888 gefordert wird. "Frauen brauchen die Möglichkeit, sich aktiv am Aufbau der Gesellschaft nach einem bewaffneten Konflikt oder auch einer Naturkatastrophe zu beteiligen", ist Bayr überzeugt. "Nur durch gleichberechtigte Mitwirkung können sie auch eine Position in der Gesellschaft erreichen, welche Gewalt und Erniedrigung gegen sie minimiert und die strafrechtliche Verfolgung von Gewalttätern garantiert." Deshalb sei in allen humanitären oder entwicklungspolitischen Programmen die Rolle der Frau besonders zu berücksichtigen und müsse immer auch Schutz vor Gewalt und sexuellem Missbrauch mit anbieten. (Schluss) ah/mp

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