KfV unterstützt Einführung der Rettungsgasse

Gesetzliche Regelung, wie Einsatzfahrzeugen Platz zu machen ist, verbessert die Rettungskette und erhöht die Verkehrssicherheit.

Wien (OTS) - Das KfV (Kuratorium für Verkehrssicherheit) unterstützt das heute von Verkehrsministerin Doris Bures, ASFINAG und Rettungsorganisationen vorgeschlagene Umsetzungskonzept zur Rettungsgasse auf Österreichs Straßen. "Das KfV setzt sich schon seit Längerem für die Umsetzung der Rettungsgasse ein. Derzeit gibt es in der Straßenverkehrsordnung zwar eine klare Regelung, dass Einsatzfahrzeuge mit Folgetonhorn oder Blaulicht immer Vorrang haben. Nicht geregelt ist allerdings, wie sich die Verkehrsteilnehmer genau zu verhalten haben. Eine gesetzliche Regelung für die Bildung einer Rettungsgasse ist daher ein bedeutender Faktor zur Erhöhung der Verkehrssicherheit und ein wichtiger Schritt zu einer wesentlich rascheren Hilfe für Unfallopfer", sagt Othmar Thann, Direktor des KfV.

Durch fehlende Verhaltensregelungen geht oft wertvolle Zeit verloren Die Rettungskette in Österreich funktioniert im Prinzip gut. Durch defekte Fahrzeuge auf Autobahn-Pannenstreifen oder Verkehrsteilnehmer, die im Stau den Pannenstreifen blockieren, kommt es jedoch immer wieder zu lebensgefährlichen Verzögerungen. "Wenn Einsatzkräfte wegen eines Staus nicht zum Unfallort gelangen können, vergeht wertvolle Zeit, die im Ernstfall Leben retten könnte. Mit einer klaren gesetzlichen Anweisung, wie man Einsatzfahrzeugen Platz machen muss, würde der derzeit gegebene schwierige Abstimmungsbedarf unter den Kfz-Lenkern entfallen", so Thann. In Deutschland und der Schweiz ist die Rettungsgasse bereits gelebte und funktionierende Praxis. Eine entsprechende gleichartige Regelung in Österreich würde daher auch einen Beitrag zur Erhöhung der europäischen Verkehrssicherheit leisten.

Rettungsgasse auch in Orts- oder Stadtgebieten sinnvoll
Die Bildung der Rettungsgasse ist aber nicht nur auf Autobahnen und Schnellstraßen denkbar und sinnvoll einsetzbar. Gerade, wo es keinen Pannenstreifen gibt, also auf mehrspurigen Fahrbahnen in Orts- oder Stadtgebieten sowie in Tunnels oder auf Brücken, wäre die Einführung der Rettungsgasse auch zielführend. Neben der Verbesserung der Rettungskette, würde dies auch dazu beitragen, Staus nach Unfällen schneller aufzulösen. "Wir begrüßen die Initiative des Verkehrsministeriums und der Rettungsorganisationen zur Umsetzung der Rettungsgasse. Die Verankerung in der StVO ist absolut notwendig und ein Schritt in die richtige Richtung", schließt Thann.

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