Androsch in ÖSTERREICH: "Schulblockade ist Turbo für Bildungsvolksbegehren"

Ex-Vizekanzler startet im Jänner Unterschriftensammlung. Er will auch einen "Kostenbeitrag für Unis"

Wien (OTS) - In einem Interview in der Tageszeitung ÖSTERREICH (Montag-Ausgabe) erklärt der Industrielle Hannes Androsch zur aktuellen Debatte um sein Bildungsvolksbegehren und den Streit um die Schulreform: "In der Sache ist die gegenseitige Blockade in der Schulpolitik alles andere als erfreulich. Aber es stimmt: Diese Debatte ist ein Turbo für ein überparteiliches Bildungs-Volksbegehren."

Androsch kündigt auch an, dass das Bildungsvolksbegehren sich gegen eine "Verländerung" der Schulkompetenzen aussprechen werde:
"Alle internationalen Erfahrungen zeigen, dass eine Verländerung der falsche Weg wäre. Auch in Bayern, das mehr Einwohner als Österreich hat, gibt es ja nicht in jedem Landkreis ein eigenes Schulsystem."

Laut ÖSTERREICH vorliegenden Informationen will Androsch ab Mitte Jänner Unterstützungserklärungen für sein Volksbegehren sammeln. Sollte er die nötigen 8.032 Unterschriften rasch beisammen haben, könnte das Volksbegehren schon Mitte Februar im Innenministerium eingebracht werden. Danach kann Innenministerin Maria Fekter nach kürzestens 8 Wochen, beziehungsweise nach längstens 6 Monaten die Eintragungswoche festlegen. Androsch ist jedenfalls optimistisch für sein Volksbegehren: "Die Politik muss endlich begreifen, was die Bevölkerung schon lange will: Dass die Schule kein parteipolitisches Spielzeug für einige Machtpolitiker ist. Es geht um die Zukunft und die Generationengerechtigkeit. Wir dürfen uns mit parteitaktischen Machtspielchen nicht aufhalten."

Bei den Universitäten, die ebenfalls Teil des Volksbegehrens werden sollen, überlegt Androsch, auch für eine Art Studiengebühren einzutreten: "Die Universitäten sind um bis zu 300 Mio. Euro unterdotiert. Trotzdem ist Geld allein nicht die Lösung. Gerechte Kostenbeiträge sind ebenfalls nötig."

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