Erste sektorenübergreifende Befragung zur Patientenzufriedenheit startet österreichweit

Wien (OTS) - Erstmals gibt es eine einheitliche und sektorenübergreifende österreichweit Patientenbefragung. Die Patientinnen und Patienten bewerten persönlich ihre Zufriedenheit mit der Versorgung und Betreuung in den Spitälern. Ein besonderes Augenmerk wird dabei den Schnittstellen - also beispielsweise dem Aufnahme- und Entlassungsmanagement - geschenkt. Die Befragung wird vom Bundesinstitut für Qualität im Gesundheitswesen (BIQG), einem Geschäftsbereich der Gesundheit Österreich GmbH (GÖG), in Kooperation mit 49 Krankenanstalten durchgeführt, Auftraggeber ist das Bundesministerium für Gesundheit. "Unser Ziel ist es, die Qualität in unseren Krankenhäusern zu fördern und die Abläufe zwischen den Versorgungsbereichen für Patientinnen und Patienten zu verbessern", betont Gesundheitsminister Alois Stöger. "Mit der Beantwortung der Fragebögen können uns die Patientinnen und Patienten ihre Erwartungen und Erfahrungen mitteilen und uns helfen, eine echte Verbesserung in der Versorgung erzielen zu können", so Arno Melitopulos, Geschäftsführer der Gesundheit Österreich GmbH.

Insgesamt werden ab November rund 140.000 Fragebögen an die Patientinnen und Patienten durch die Krankenanstalten im Rahmen des Austrittsgesprächs ausgeteilt. Jeder dieser anonymen Fragebögen enthält 67 Fragen. Zur Bewertung stehen neben der ärztlichen Behandlungsqualität auch hausinternen Prozesse wie das Aufnahme- und Entlassungsmanagement sowie die Nachbetreuung. Die Rückantwort erfolgt an die Gesundheit Österreich GmbH, wo die Fragebögen anonym ausgewertet werden. Die ersten Ergebnisse sollen bis zur Jahresmitte 2011 vorliegen. Die Auswertungen werden für jede Krankenanstalt bis auf die Abteilungs- oder Stationsebenen durchgeführt. In weitere Folge sei geplant, dass die Patientenbefragung auf andere Gesundheitsversorungsbereiche ausgeweitet werde, um somit die Basis für eine wirkungsvolle integrierte Versorgung zu schaffen.

"Mich freut es daher besonders, dass es uns nun gelungen ist, eine nationale Patientenbefragung einzuführen" zeigt sich Stöger erfreut. Mit der Einführung einer einheitlichen und sektorenübergreifenden Patientenbefragung sei eine langjährige Forderung vieler Stakeholder im Gesundheitswesen zur Qualitätsverbesserung erfüllt worden. "Mit den Ergebnissen können wir viel voneinander lernen und noch weitere Verbesserungen erzielen. Daher wünschen wir uns, dass viele Patientinnen und Patienten aber auch Krankenanstalten diese Möglichkeit wahr nehmen", so abschließend Melitopulos.

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