Scheele: Plattform Betriebliche Gesundheitsförderung tagte

Mentale Gesundheit bleibt Arbeitsschwerpunkt im Jahr 2011

St. Pölten, - (OTS/SPI) - "Gesundheit ist nicht nur Privatsache. Wir verbringen täglich viel Zeit am Arbeitsplatz und rund 50 % aller Erkrankungen sind berufsbedingt. Daher ist mir Gesundheitsförderung im beruflichen Umfeld ein zentrales Anliegen. Mit der Plattform Betriebliche Gesundheitsförderung und Prävention haben wir ein Netzwerk von PartnerInnen aus dem Gesundheitswesen, der Wirtschaft und der Sozialpartnerschaft etabliert, das in diesem Bereich maßgebliche Schritte setzt. Die Erfolge unserer Projekte in zahlreichen Betrieben Niederösterreichs zeigen, dass wir auf einem guten Weg sind", so die Vorsitzende der Plattform, NÖ Gesundheitslandesrätin Mag. Karin Scheele, anlässlich der 18. Vollversammlung, diese Woche am Mittwoch, den 17. 11. 2010. ****

Betriebliche Gesundheitsförderung kann als ganzheitliche Unternehmensstrategie verstanden werden, die darauf abzielt, Krankheiten vorzubeugen. Neben dem Ziel der Vermeidung von arbeitsbedingten Erkrankungen, Berufskrankheiten und Arbeitsunfällen widmet sich die Plattform seit einem Jahr besonders dem Themenbereich "mentale Gesundheit". "Sowohl die Statistiken, als auch die Gespräche mit UnternehmerInnen und Umfragen unter den Beschäftigten zeigen uns, dass psychische Erkrankungen im Vormarsch sind. Sie sind mittlerweile eine der Hauptgründe für Invaliditätspensionen und auch die Anzahl der Krankenstandstage aufgrund solcher Erkrankungen hat sich seit 2005 auf beinahe 2,5 Millionen Tage im Jahr fast verdoppelt", begründet Landesrätin Scheele die Fortsetzung des Arbeitsschwerpunktes "mentale Gesundheit".

Fast jede zweite Arbeitnehmerin und jeder zweite Arbeitnehmer empfindet sich selbst als gestresst. Ein besonders drastisches Bild zeichnete Dr. Bernhard Rupp von der Arbeiterkammer Niederösterreich, mit der Vorstellung der Studie "Arbeitsbedingungen und Arbeitsbelastung in den Gesundheitsberufen in NÖ". Demnach sind bereits ein Fünftel aller im Gesundheitsbereich tätigen Arbeitskräfte und ein Drittel der angestellten ÄrztInnen emotional erschöpft und massiv von Burnout bedroht. Eine Bestandsaufnahme, die für Gesundheitslandesrätin Scheele zeigt, dass die Plattform der Betrieblichen Gesundheitsförderung trotz vieler Erfolge noch sehr viel Arbeit vor sich hat: "Die Studie kommt zu einer Vielzahl an Empfehlungen. Doch da wie dort gilt, für eine Verbesserung der Arbeitsbedingungen müssen alle Verantwortlichen an einem Strang ziehen."
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