AKS und SJ zu ÖVP-Schulplänen: Selten so gelacht

Alle Schulen zum Bund! ÖVP-Plan ist durchsichtiger Anlauf, um Bildungsreform zu verhindern

Wien (OTS) - "Die Forderungen der ÖVP, die Zuständigkeit für das Schulsystem in neun föderale Mini-Bereiche zu zersplittern, ist ein neuer Hebel, um jegliche Fortschritte im Bildungsbereich zu unterbinden", kommentiert SJ-Vorsitzender Wolfgang Moitzi die heute vorgestellten Pläne der ÖVP-Landeshauptleute und ÖVP-Finanzministers Pröll. "Schon jetzt scheitern bundesweite Reformen am Kompetenzdschungel", so auch Iris Schwarzenbacher, Bundesvorsitzende der Aktion kritischer SchülerInnen. "Weitere Kompetenzen für die Länder zu fordern, zeugt von den Machtgelüsten der RegionalkaiserInnen und hat rein gar nichts mit dem Willen zu fortschrittlicher Bildungspolitik zu tun!"

Die ÖVP-Pläne sind, nach Ansicht von SJ und AKS, eine sinnlose und teure Verwaltungsaufblähung und schaffen neun Micky-Maus-Schulsysteme. "Das zeugt von der provinziellen Kleinkariertheit der Volkspartei", ist Moitzi empört. Besonders erbärmlich sei, dass sich ausgerechnet der selbsternannte Sparmeister Josef Pröll nun von seinem Onkel Erwin vor sich hertreiben lasse. "Spätestens jetzt wissen alle, welcher Pröll in der ÖVP-Bundespartei das Sagen hat. Die Vorschläge wären ja zum Lachen, wenn sie nicht ernst gemeint wären!", so Schwarzenbacher und Moitzi abschließend.

AVISO:

"Schulverwaltung und Kompetenzverteilung im österreichischen Bildungswesen" ist u.A. Thema der Pressekonferenz der AKS, 23.11.2010, 9.30 Uhr, Cafè Eiles, Josefstädterstraße 2, 1080 Wien.

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