Vermeidung von Unfällen mit Gasgeräten

Wien (OTS) - Regelmäßige Wartung und Überprüfung von Gasgeräten ist äußerst wichtig, erinnern Wien Energie Gasnetz, die Landesinnung Wien der Sanitär-, Heizungs- und Lüftungstechniker sowie der Landesinnung Wien der Rauchfangkehrer - wichtig für den sicheren Betrieb und auch die Energieeffizienz.

Die Hersteller haben in den vergangen Jahren die Gasgeräte laufend komfortabler und sicherer gemacht. Sie weisen jedoch auch ausdrücklich darauf hin, dass die Installations- und Bedienungsanleitungen genauestens zu befolgen sind, da ansonsten Probleme im Betrieb bzw. auch eine persönliche Gefährdung nicht ausgeschlossen werden können. Dies umfasst insbesondere die fachgerechte Installation, die regelmäßige Überprüfung und das Freihalten der vorgegebenen Luftzufuhr in den Heizungsraum.

Jährliches Autoservice ist kein Problem, warum nicht auch Gasgerätewartung?

Am Ende einer jeden Heizperiode war eine durchschnittliche Heizungsanlage mindestens 1.400 Stunden in Betrieb. Bei einer durchschnittlichen Geschwindigkeit von 50 km/h entspräche das beim Auto einer Kilometerleistung von rund 70.000 km. Jeder Autobesitzer hätte sein Auto innerhalb dieser Strecke sicher mehrmals vorsorglich warten und überprüfen lassen. Der Wartungspflicht bzw. Überprüfungspflicht von Gasgeräten bzw. Gasanlagen wird in diesem Umfang leider nicht immer nachgekommen.

Unfälle durch mangelhafte oder gar keine Wartung

Die meisten Unfälle mit Gasgeräte sind auf mangelhafte bzw. fehlende Wartung, nicht typengerechte Verwendung des Gerätes, aber auch auf Manipulation zurückzuführen. Leider kommen Betreiber von Gas-Feuerstätten ihrer Wartungspflicht bzw. Überprüfungspflicht erst dann nach, wenn das Wasser oder die Heizung kalt bleiben. Oft ist es leider zu spät und stark verschmutzte Geräte und/oder andere Einflussfaktoren wie z.B. zu dichte Räume, Ablufteinrichtungen, etc. beeinträchtigen die einwandfreie Verbrennung und Abgasabführung der kamingebundenen Geräte.

Wien Energie-Gasnetz Geschäftsführer Mag. Roland Chvatal: "Die Experten unseres Störungs- und Gebrechen-Behebungsdienstes wurden in den letzten Jahren zu knapp 100 Einsätzen gerufen, wo Kohlenmonoxid die Unfallursache war. All diese Unfälle hätten aus unserer Sicht durch rechtzeitige Wartung und Überprüfung der Feuerstätten vermieden werden können. Auch weisen wir darauf hin, dass die gesetzlich vorgeschriebenen Überprüfungstermine, wie z.B. Hauptkehrungen einzuhalten sind, da sie der Sicherheit dienen. Wien Energie Gasnetz tut alles gemeinsam mit seinen Partnern, den Wiener Rauchfangkehreren und Installateuren, um die Kunden zu informieren. Denn gewartete Geräte tragen nicht nur zu mehr Sicherheit, sondern auch zu einer höheren Energieeffizienz und somit Ressourcen- und Umweltschonung bei".

Nur der Fachmann wartet und überprüft richtig

Ein regelmäßig vom Fachmann - konzessionierter Installateur bzw. Werkskundendienst der Gerätehersteller - gewartetes Gasgerät ist betriebssicher, spart Geld, schont die Umwelt und sichert eine zuverlässig funktionierende Heizung in der kalten Jahreszeit. Gut gewartet arbeitet sie effizienter, denn sie braucht dann auch weniger Gas. So spart sie Energie und senkt die Heizkosten. Der geringere Gasverbrauch macht sie auch umweltfreundlicher, denn sie stößt weniger CO2 und Schadstoffe aus".

Gesetzliche Wartungsintervalle

Das Wiener Feuerpolizei-, Luftreinhalte- und Klimaanlagengesetz schreibt die jährliche Reinigung aller Feuerungsanlagen eindeutig vor (§ 15a). "Die Veranlassung der Wartung von Feuerstätten in und die Beseitigung der Ablagerungen aus sonstigen Räumen obliegt deren Benützern." 5-Liter-Kleinwasserheizer ohne Kaminanschluss, die dem heutigen Stand der Warmwasserbereitungstechnik in keinster Art und Weise entsprechen, sind darüber hinaus, entsprechend der Gas-Durchlauf-Wasserheizer-Verordnung, wiederkehrend alle zwei Jahre von einem befähigten Fachmann überprüfen zu lassen.

Die Wiener Installateur-Innung warnt vor Billiganbietern, die mit vermeintlichen Rabatt- und Sonderangeboten Werbung mit Flugblättern machen. Ing. Michael Mattes, Innungsmeister der Wiener Installateure:
"Diesen Firmen fehlt oft die Gewerbeberechtigung. Die vermeintlichen Monteure sind oft ohne Fachausbildung und gefährden durch ihre Aktivitäten Leib und Leben." Der Wiener Innungsmeister empfiehlt, in der näheren Umgebung nach einem der 900 Installateur-Fachbetriebe zu sehen oder die Innung zu fragen.

Dichte Räume und falsches Energiesparen tragen ihren Teil bei

Energiesparen ist wichtig. Es reduziert den Energieverbrauch, senkt die Energiekosten und schont die Umwelt. Die sich hinter den dichten Gebäudemauern und Fenstern befindlichen Feuerstätten brauchen, soweit sie die für die Verbrennung erforderliche Luft dem Raum entnehmen, aber ausreichend frische Luft. Durch falsch gesetzte Energiesparmaßnahmen, aber auch durch fehlendes und falsches Lüften, wird das Nachströmen der benötigten Verbrennungsluft verhindert.

Dies führt - meist mit in der Wohnung installierten Ablufteinrichtungen - zu einer Störung der ordnungsgemäßen Abgasabführung und somit zu einem Abgasaustritt in den Raum. Dies kann - vor allem bei nicht oder schlecht gewarteten Geräten - zu einer Kohlenmonoxidbildung im Raum führen. Ebenso können in der Wohn-oder Betriebseinheit installierte Abluftventilatoren - bei zu dichter Gebäudehülle - zu einem Unterdruck und somit zu einer Umkehr der Abgasabführung über den Kamin und einen Abgasaustritt in den Raum führen.

Günstige und einfache Messung verhindert zu geringe Verbrennungsluftzuführung

Josef Rejmar, Innungsmeister der Wiener Rauchfangkehrer, empfiehlt allen KundInnen die Feuerstätten betreiben und in letzter Zeit Energiesparmaßnahmen umgesetzt haben, den für sie zuständigen Rauchfangkehrer zu kontaktieren. Seitens der österreichischen Gaswirtschaft wurde gemeinsam mit den Rauchfangkehrern Messverfahren entwickelt mit denen das Vorhandensein eines ausreichenden Verbrennungsluftbedarfs einfach, rasch und kostengünstig nachgewiesen werden kann. Damit haben die KundInnen die Gewissheit, dass Energiesparen und ein ordnungsgemäßer Betrieb der Feuerstätte in keinem Widerspruch stehen.

Über Wien Energie Gasnetz:

Wien Energie Gasnetz versorgt über ein rund 3.500 Kilometer langes Erdgasnetz mehr als 680.000 Netzkunden. Jährlich werden rund 50 Prozent des Netzes durch den Gasspürdienst überprüft. Darüber hinaus steht ein kompetentes Team bei eventuellen Störfällen rund um die Uhr - unter der Notrufnummer 128 - zur Verfügung.

www.wienenergie.at/gasnetz

Rückfragen & Kontakt:

Wien Energie GmbH
Mag. Christian Ammer
Tel.: +43 1 53123-38027
Fax.: +43 1 53123-73908
christian.ammer@wienenergie.at

Wien Energie Gasnetz GmbH
Dipl.-HTL-Ing. Martin Weichselberger
Tel.: +43 1 40128/6100 DW
Fax.: +43 1 40128/ 99 6100
martin.weichselberger@wienenergie-gasnetz.at

Landesinnung Wien der Sanitär, Heizungs- und Lüftungstechniker
Mag. Alexander Schrötter
Tel.: +43 1 514 50-2009
Fax.: +43 1 512 95 48-2535
Alexander.schroetter@wkw.at

Landesinnung Wien der Rauchfangkehrer
Innungsmeister Josef Rejmar
Tel.: +43 1 514 50-2275
Fax.: +43 1 512 95 48-2275
rauchfangkehrer@wkw.at

OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS | WSP0001