Schlechter hat?s niemand geschafft ... (von Claudia Grabner)

Ausgabe 19. Nov. 2010

Klagenfurt (OTS) - 129 Millionen Euro wären Österreich aus EU-Strukturprogramm-Förderungen zugestanden. Nur 36 Millionen wurden abgeholt. Im Klartext bedeutet das eine Abweichung von 258 Prozent zwischen der möglichen und tatsächlichen Geldlukrierung. Und das wiederum bedeutet im nächsten Klartext: Kein anderes EU-Land hat?s noch schlechter hingekriegt als Österreich. Nun könnte man freilich sagen: Was soll?s? 93 Millionen sind nicht die Welt. Nein. Die Welt sind sie nicht. Sie sind aber auch kein "Schlapf". Um die Relation herzustellen: 58 Millionen Euro holt sich der Staat durch die Reduzierung der Kinderbeihilfe. Oder: 17 Millionen knöpft er Pflegebedürftigen durch den erschwerten Zugang zum Pflegegeld ab. Oder: Die Besteuerung der Aktiengewinne macht 30 Millionen. Oder:
Einschnitte bei den Pensionen bringen 92 Millionen ... Gründe en masse, sich über die liegen gelassenen 93 EU-Millionen zu wundern. Krönen wir aber das Wundern mit Ärger, mit dem Grund fürs Liegenlassen nämlich: Österreich hat es nicht geschafft, "die Bewertung der Verwaltungs- und Kontrollsysteme" für die einzureichenden Projekte zeitgerecht zu formulieren ...

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