Mehr Komfort in den Zügen zwischen Zürich und München

LR Rüdisser: Verbesserungen beim Schnellzug-Fahrplan nach Zürich notwendig

Bregenz (OTS/VLK) - Ab dem kommenden Fahrplanwechsel (12. Dezember 2010) setzt die Schweizer Bundesbahn (SBB) in den Eurocity-Zügen von Zürich nach München via Bregenz modernisierte Eurocity-Wagen ein. Für die Kundinnen und Kunden bedeutet dies mehr Service und mehr Komfort.

Ebenso wird der Regionalverkehr zwischen St. Margrethen und Bregenz weiter verdichtet: Mit Fahrplanwechsel verkehren unter der Woche insgesamt 22 regionale Zugpaare. Die Modernisierungs- und Elektrifizierungsarbeiten an der Strecke Zürich - München verlaufen plangemäß und sollen 2017 abgeschlossen werden.

Ausschlaggebend für die Modernisierung der Wagen und die Verbesserung des Services zwischen Zürich und München ist unter anderem der erfreuliche Anstieg der Passagierzahlen auf der Strecke. Verkehrslandesrat Karlheinz Rüdisser begrüßte die Angebotsverbesserung der SBB: "Erfreulich ist auch, dass damit nicht Jahre zugewartet wird, bis der Streckenausbau und die Elektrifizierung nach München abgeschlossen sind, sondern dass die SBB versuchen, den Fahrgästen jetzt schon mehr Qualität zu bieten." Der Landesrat verwies aber auf das noch nicht optimale Angebot zwischen Vorarlberg und Zürich - vor allem bei der Fahrplandichte. Von Bregenz nach Zürich fahren ganze vier Züge am Tag. Der erste direkte Schnellzug erreicht Zürich erst kurz vor Mittag (11.44 Uhr). Hier deponierte Rüdisser den Wunsch des Landes zur Einrichtung einer schnellen Frühverbindung nach Zürich.

Regionalverkehr intensiviert

Im Regionalverkehr zwischen Bregenz und St. Margrethen wurde das Angebot in den letzten Jahren schrittweise ausgebaut, auch um den Fahrgästen zwischen Bregenz und der Schweiz neben den vier Schnellzügen noch andere Fahrtmöglichkeiten bieten zu können. Dieser grenzüberschreitende Verkehr wird von den ÖBB und dem Land Vorarlberg finanziert, seit heuer leistet auch der Verein St. Galler Rheintal einen kleinen Finanzierungsbeitrag. "Zum bevorstehenden Fahrplanwechsel wird das Angebot noch einmal verdichtet, zu einem Stundentakt mit halbstündlichen Zügen in der Nachfragespitzenzeit", informierte Landesrat Rüdisser. Zu den Kosten dieser Mehrleistungen hat auch der Kanton St. Gallen einen Beitrag zugesichert.

Komfortverbesserungen in den Eurocity-Zügen

Anlässlich einer Pressefahrt stellte die SBB heute, Donnerstag, den Medien die modernisierten Wagen vor. So sind beispielsweise Steckdosen für deutsche bzw. österreichische und Schweizer Stecker bei allen Sitzen vorhanden. In der ersten Klasse befindet sich eine Businesszone. Eine Familienzone wurde in der zweiten Klasse eingerichtet. Dieser Wagen bietet auch Platz für Kinderwagen. Mindestens 17 Fahrräder können jetzt auch in den Eurocity-Zügen nach München mitgenommen werden. Neben einem rollstuhlgängigen WC mit Wickeltisch verfügt der Eurocity-Zug auch über einen Speisewagen.

Modernisierungs- und Elektrifizierungsmaßnahmen

Toni Eder, Vizedirektor des Bundesamts für Verkehr in Bern, informierte über die Baumaßnahmen an der Hochgeschwindigkeitsverbindung zwischen Zürich und St. Margrethen:
"Die Ausbauten schreiten voran, dabei werden insbesondere Fahrbahnverbessererungen (zweigleisiger Ausbau, Brückenbau etc.) vorgenommen." Die Baukosten betragen 180 Millionen Franken. Für die Elektrifizierung und den Streckenausbau (neigezugtauglich) von Lindau nach München hat die Schweiz ein Vorfinanzierungsdarlehen in Höhe von 50 Millionen Euro bewilligt. Baubeginn ist 2013. Die Gesamtkosten belaufen sich hier auf insgesamt 210 Millionen Euro.

Heute dauert die Fahrt von Zürich nach München 4 Stunden und 10 Minuten. Der Streckenausbau und die Elektrifizierung zwischen Lindau und Geltendorf und auch der Abschluss von Infrastrukturprojekten in der Schweiz und in Lindau werden die Fahrzeit ab 2017 auf ca. 3 Stunden und 25 Minuten reduzieren. "Ab 2017 werden sechs Züge pro Tag und Richtung fahren", kündigte Vincent Ducrot, Stellvertretender Direktor und Leiter des SBB Personenfernverkehr an.

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