"KURIER"-Kommentar von Margaretha Kopeinig: "Bauern werden grüner"

Die EU-Agrarpolitik macht eine Kurskorrektur. Der Kampf ums Geld beginnt.

Wien (OTS) - Österreichs Bauern können aufatmen, aus Brüssel kommt in Krisen- und Sparzeiten eine gute Nachricht: Für kleine und mittlere Betriebe - das Gros der heimischen Landwirte - gibt es weiterhin EU-Förderungen. Für Großunternehmen wird eine Obergrenze bei Subventionen eingezogen.
Neu an der Reform von Kommissar Dacian Ciolos ist, dass sämtliche Zahlungen noch viel stärker als bisher an Umwelt- und Klimaschutzkriterien geknüpft werden und Flächenprämien eine Art Mindestsicherung für Bauern sind. Fazit: Österreich hat sehr gut verhandelt und sich früh genug mit wichtigen Partnern abgestimmt. Genauso funktioniert europäische Interessenspolitik.
Auch wenn die Pläne unseren Bauern vorläufig Gutes verheißen, die Schlacht um die Agrar-Milliarden beginnt jetzt erst so richtig. Großbritannien, Schweden und die Niederlande sind die größten Gegner der gemeinsamen Agrarpolitik, sie wollen nicht, dass rund 40 Prozent des EU-Budgets in die Landwirtschaft fließen. Ihr Marktliberalismus verbietet Subventionen, die Bauern sollen sofort dem internationalen Wettbewerb ausliefert werden, egal, was sie für die Gesellschaft leisten. Um diesen Kampf zu gewinnen, müssen die Länder mit ökosozialer Marktwirtschaft noch enger zusammenarbeiten.

Rückfragen & Kontakt:

KURIER, Europa Redaktion
Tel.: (01) 52 100/2752

OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS | PKU0002