Strasser: Bekämpfung von Armut und sozialer Ausgrenzung

Zweitägige SOS-Kinderdorf-Konferenz im Europäischen Parlament in Brüssel

Brüssel, 18. November (OTS) "Mit diesem Jahr soll den Vorurteilen und Diskriminierungen gegenüber von Armut betroffenen Menschen begegnet werden. Das öffentliche Bewusstsein für die Risiken von Armut und sozialer Ausgrenzung müssen gestärkt werden, die Wahrnehmung für ihre vielfältigen Ursachen und Auswirkungen geschärft. Gleichzeitig brauchen wir neue Ansätze zu deren Überwindung. Die Medien spielen dabei eine wichtige Rolle", so heute ÖVP-Delegationsleiter Dr. Ernst Strasser in seinen Einleitungsworten anlässlich der SOS-Kinderdorf Konferenz in Brüssel. Heute und morgen findet im Europäischen Parlament eine zweitägige Konferenz der Hilfsorganisation SOS-Kinderdorf statt. Die diesjährige Zusammenkunft steht ganz im Zeichen des Europäischen Jahres zur Bekämpfung der Armut 2010 und der Familienförderung. ****

Strasser, der die Patronanz über die Veranstaltung übernommen hat, würdigte in seiner Eingangsrede das Lebenswerk von Hermann Gmeiner, der 1949 nach den Wirren des 2. Weltkrieges Waisenkinder ein Zuhause geben wollte und dessen Engagement 1951 zur Gründung des ersten SOS-Kinderdorfs in Imst in Tirol führte. "SOS-Kinderdorf übernimmt in puncto Familienförderung eine weitaus größere Rolle, als der Öffentlichkeit bewusst ist", meinte der stellvertretende Generalsekretär von SOS-Kinderdorf International, Michael Pöltl. Großen Wert legt die Organisation diesbezüglich auf die Armutsprävention. "Es geht darum, im vorhinein zu verhindern, dass Familien und deren Kinder in die Armutsfalle tappen", so Pöltl.

Im Rahmen der Konferenz wurde der UN-Kinderrechtskonvention gedacht, die am 20. November 1989 von der UN-Generalversammlung angenommen wurde. Damals verpflichteten sich Regierungsvertreter aus der ganzen Welt zur Anerkennung der Konvention. "Neben der regelmäßigen Zusammenarbeit mit UN-Agenturen, der Union und nationalen Regierungen gehört SOS-Kinderdorf auch NGO-Gruppierungen wie dem österreichischen Hilfswerk an, die sich mit Fragen zum Thema Kinder ohne elterliche Fürsorge befassen", informiert Strasser als Präsident des Niederösterreichischen Hilfswerks.

"Die EU und die Vereinten Nationen sind sich ihrer Verantwortung gegenüber NGOs bewusst, und werden alle notwendigen Schritte einleiten, um dieser auch gerecht zu werden", so Strasser abschließend.

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