Wiedereinführung von FWF-Overheadzahlungen als treffsicheres Signal

Mit der Wiedereinführung der Abgeltung von Overheadkosten für FWF-Projekte setzt Wissenschaftsministerin Beatrix Karl ein wichtiges, forschungspolitisches Signal.

Wien (OTS) - Vor dem Hintergrund der gegenwärtigen Budget-Konsolidierungsphase ist die Wiedereinführung der Overhead-Abgeltung für FWF-Projekte besonders zu würdigen.

"Angesichts der gegenwärtigen Rahmenbedingungen ist Wissenschaftsministerin Beatrix Karl zu dieser weitsichtigen, klugen und mutigen Entscheidung herzlich zu gratulieren. Es ist die inhaltlich beste Antwort auf die strukturpolitischen Herausforderungen, denen sich die universitäre und außeruniversitäre Forschung in Österreich gegenübersieht," kommentiert Christoph Kratky die heutige Entscheidung von Bundesministerin Beatrix Karl.

Overheadzahlungen stellen einen wichtigen strukturpolitischen und finanziellen Anreiz dar, damit sämtliche Forschungsträgerinstitutionen konsequenter als bisher Forschungsqualität forcieren und jene Bereiche stärken, die international wettbewerbsfähige Forschungsleistungen erbringen.

Durch sie werden Forschungsstätten veranlasst, ihre WissenschafterInnen verstärkt zur kompetitiven Drittmitteleinwerbung beim Wissenschaftsfonds zu motivieren, womit sie sich einer international anerkannten Qualitätsüberprüfung stellen. WissenschafterInnen, die erfolgreich Drittmittel beim FWF einwerben, erhalten durch die Overheadzahlungen innerhalb ihrer Institutionen einen bessere Sichtbarkeit und sind so in der Lage, ihre Anliegen wirkungsvoller zu vertreten.

"Durch die teilweise Übernahme indirekter Projektkosten werden Forschungsstätten erhebliche Mittel zu deren freier Verfügung erhalten. Die Höhe dieser Gelder richtet sich nach dem Erfolg ihrer ForscherInnen bei der Einwerbung von FWF-Projekten. "Fraglos wird dies die Wertschätzung erhöhen, welche die Forschungsstätten ihren erfolgreichen FWF-AntragstellerInnen entgegen bringen," kommentiert Christoph Kratky.

Die Einführung der Overheads wirkt als Incentive und wird eine selbstverstärkende positive Dynamik in den Institutionen in Gang bringen, die dazu führt, dass gleichsam in barer Münze erkennbar ist, in welchen Bereichen Forschungsstätten investieren sollen, um Stärkefelder auf- bzw. auszubauen. Die Abgeltung von Overheads sind zielgenaue, treffsichere, unbürokratische und rasch wirksame Anreize für die Forschungsstätte, um Entscheidungen der Ressourcenallokation auf eine objektive, nachvollziehbare und transparente Art und Weise zu gestalten. Sie generieren keine zusätzlichen "Transaktionskosten" für das Innovationssystem und erfolgen qualitätsgesichert. "Besonderer Dank gilt Wissenschaftsministerin Beatrix Karl dafür, dass sie in Zeiten, in denen Problemfelder im Bereich der universitären Lehre die öffentliche Diskussion zu monopolisierten drohten, ein klares Signal gesetzt hat, dass ihr Fokus auch auf die universitäre Forschung gerichtet ist," schließt FWF-Präsident Christoph Kratky.

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