Mikl-Leitner fordert Ethikunterricht statt Freistunde bei Religionsabmeldung

Erwarte mir Unterstützung der Kirche

St. Pölten (OTS/NÖI) - "Die Entwicklung, dass sich immer mehr Kinder und Jugendliche vom Religionsunterricht abmelden, besorgt mich sehr. So hat der moderne Religionsunterricht eine ganz wichtige Aufgabe: Wie kein anderes Schulfach vermittelt er Werte und Orientierung. Das Fach "Religion" hilft den Schülern, sich bewusst für den Glauben zu entscheiden und damit der Gefahr religiöser Gleichgültigkeit zu entgehen. Immer mehr Schüler in der Oberstufe entscheiden sich allerdings dazu, sich vom Religionsunterricht abzumelden und bevorzugen die Freistunde. Das halte ich für eine sehr gefährliche gesellschaftspolitische Entwicklung, zumal die Jugendlichen in einer schnelllebigen, globalisierten und multikulturellen Gesellschaft immer schwerer Orientierung und Sinn finden. Aus diesem Grund fordere ich für SchülerInnen, die sich vom Religionsunterricht abmelden oder den Religionsunterricht - aus welchen Gründen auch immer - nicht besuchen, einen verpflichtenden Ethikunterricht", erklärt VP-Familienlandesrätin Mag. Johanna Mikl-Leitner.

Mikl-Leitner weist in diesem Zusammenhang darauf hin, dass es bereits an rund 200 Schul-Standorten in Österreich versuchsweise Ethikunterricht gibt. Dieser Unterricht wird von Eltern, Schülern und Lehrern durchwegs als positiv angesehen. "Ich bin davon überzeugt, dass unsere Kinder und Jugendlichen - heute mehr denn je - Werte, Orientierung und Halt brauchen und hier hat die Schule einen großen Beitrag zu leisten", so Mikl-Leitner.

"Der Religionsunterricht hat bisher immer eine wichtige Einführung in unsere Kultur geleistet, die wesentlich vom Christentum geprägt ist. Mit dem Religionsunterricht, mit dem Aufwachsen in einer von Werthaltungen geprägten Gemeinschaft, erfährt der junge Mensch ein modernes Heimatgefühl, das für seine Entwicklung von besonderer Bedeutung ist. Daher ist die Kirche gefordert den Religionsunterricht attraktiver zu gestalten, die Kinder und Jugendliche motivieren teilzunehmen, sich aber auch als Fürsprecher des Ethikunterrichts bei Nichtteilnahme am Religionsunterricht, zu betätigen", betont Mikl-Leitner.

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