FPÖ: Deimek ortet Verwirrung in der Regierung über Wert des Bakkalaureats

Keine Anerkennung durch Staat und Wirtschaft - Ausstieg aus Bologna-Prinzip daher nötig

Wien (OTS) - "Das von den Regierungspolitikern so gepriesene und geförderte Bologna-Prinzip sorgt offenbar nun für Verwirrung in den eigenen Reihen", erklärt der freiheitliche Technologie-Sprecher NAbg. Gerhard Deimek. Nur so sei es zu erklären, dass Wissenschaftsministerin Karl (ÖVP) die Kürzung der Anspruchsdauer für die Familienbeihilfe damit argumentiert habe, dass bis 24 jeder einen Bachelor-Titel erreiche kann, ihre für Beamte zuständige Kollegin Heinisch-Hosek (SPÖ) diesen Titel im Staatsdienst aber nicht als vollwertig akademisch anerkennen wolle.

"Abgesehen von den Festlegungen Heinisch-Hoseks für den Öffentlichen Dienst, denkt die Privatwirtschaft genauso und kann mit Absolventen eines Bachelor-Studium nicht wirklich etwas anfangen. Daher bekommen diese - sofern sie eingestellt werden - auch signifikant geringere Gehälter", so Deimek. Karl wolle das nicht wahrhaben und vergleiche den Bachelor gar mit dem Magister iuris, der früher einen Doktortitel führte. "Die Wissenschaftsministerin beweist ihre Inkompetenz und vergleicht Äpfel mit Birnen. Eine sinnvolle Ausbildung muss sich an den Anforderungen der Wirtschaft orientieren - nicht umgekehrt", kritisiert Deimek.

Das Problem gehe allerdings über Karls plumpe Rechtfertigungsversuche für die Kürzung der Familienbeihilfe weit hinaus: "Das Bologna-Prinzip sorgt dafür, dass wir scharenweise Akademiker ausbilden, die der Markt nicht haben will. Zusätzlich werden durch die damit einhergehende Verschulung der Studien die Unis verstopft, weshalb die Rektoren nach Zugangsbeschränkungen schreien. Ein Ausstieg aus dem Bologna-Prinzip ist daher das Gebot der Stunde", so Deimek.

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