Umweltdachverband: Pendlerpauschale ist weder zielführend noch sozial treffsicher und ökologisch eine Katastrophe!

- Reform unumgänglich: 80 Mio. Euro jährlich sofort einsparbar - Besserstellung des öffentlichen Verkehrs gefordert - PendlerInnenpauschale sozial ausrichten

Wien (OTS) - "Dass inzwischen sowohl von den Autofahrer-Clubs, der AK als auch vom VCÖ eine Reform der Pendlerpauschale gefordert wird, ist kein Zufall mehr", sagt UWD-Präsident Gerhard Heilingbrunner. "Die existierenden Regelungen decken weder die Mobilitätskosten der PendlerInnen aus strukturschwachen Gebieten, noch unterstützen sie einkommensschwache Familien! Die Zahlen zeigen, dass primär die WohlstandspendlerInnen in den Speckgürteln der Städte profitieren."

Umweltschädliche Subventionen jetzt abbauen
"Angesichts der knappen budgetären Lage ist es höchst an der Zeit, diese Subvention für motorisierten Individualverkehr, Zersiedelung und die Öl-Lobby abzubauen." Der UWD fordert, dass Mobilität unabhängig vom Verkehrsmittel gleichberechtigt entlastet wird. "Der Verkehrsabsetzbetrag bietet die Möglichkeit, auch einkommensschwachen Familien hier zu helfen. Das Jobticket muss für alle Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer verfügbar sein. Die Pendlerpauschale in ihrer derzeitigen Form ist eine umweltschädliche Subvention in der Höhe von 800 Mio. Euro. 80 Mio. Euro davon könnten sofort eingespart, 260 Mio. Euro Steuerentfall kann bei einer Ökologisierung wieder eingebracht werden", so Heilingbrunner.

UWD fordert Reform der Pendlerpauschale
"Derzeit werden die NutzerInnen von öffentlichem Verkehr benachteiligt. Eine Besserung der Situation kann durch die Angleichung von großer und kleiner PendlerInnenpauschale erreicht werden. Gleichzeitig soll die kleine PendlerInnenpauschale an die Nutzung des öffentlichen Verkehrs gebunden werden. Außerdem sollte die PendlerInnenpauschale an die Einkommenshöhe gebunden und reduziert werden. Weiters würde die Umwandlung in einen Absetzbetrag dazu führen, dass einkommensschwache Haushalte stärker profitieren als einkommensstarke", so Heilingbrunner.

Rückfragen & Kontakt:

Umweltdachverband
Dr.in Sylvia Steinbauer
Öffentlichkeitsarbeit
Tel.: (++43-1)40113/21
sylvia.steinbauer@umweltdachverband.at
http://www.umweltdachverband.at

OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS | OGN0001