Familiengipfel: Kinderfreunde sagen NEIN zu diesem Sparpaket

Wien (OTS) - Im Vorfeld des Familiengipfels, am 19. November, fordern die Österreichischen Kinderfreunde grundlegende Änderungen im Budgetentwurf der Bundesregierung.

"Wenn man die Krisenverursacher in jenem Ausmaß zur Kasse gebeten hätte, welches dem Verschuldensprinzip auch angemessen wäre, bräuchten wir den morgigen Familiengipfel überhaupt nicht," so Gernot Rammer, Bundesgeschäftsführer der Österreichischen Kinderfreunde. Es sei der eindeutig falsche Schritt, bei Familien und jungen Menschen einzusparen, während man in anderen Bereichen große Einnahmemöglichkeiten unangetastet lässt. Die Kinderfreunde als größte Familienorganisation des Landes lehnen die vorgesehenen Einsparungen bei Kindern und Jugendlichen ab, sie treten aber sehr wohl für Umschichtungen zugunsten von Sachleistungen im Budget ein.

Gefordert wird ein rascher Ausbau der Betreuungseinrichtungen für Kinder unter drei Jahren und wesentlich mehr Geld für den Ausbau der elementaren Bildungsplätze. Rammer: "Wir erleben derzeit eine dramatische Unterfinanzierung im Bildungsbereich, während wir bei den Direktzahlungen an Familien zu den europäischen Spitzenreitern zählen. Da müssen dringend Korrekturen vorgenommen werden. Die Regierung muss Wege finden, wie insgesamt nicht weniger, sondern mehr Geld für Kinder und Familien zur Verfügung gestellt wird."

Beim Familiensparpaket geht es auch darum, die sozialen Verhältnisse der Familien im Auge zu behalten. Rammer: "Es darf auf keinen Fall passieren, dass Eltern die bereits am Rande der Armutsgefährdung stehen, mit diesem Sparpaket endgültig in die Armut gestoßen werden. In vielen Familien helfen die Direktzahlungen entscheidend beim täglichen Kampf ums Überleben."

"Wir brauchen daher keinen Rasenmäher, der alle sozialen Gruppen überrollt, sondern einen Blick für die sozialen Problemlagen in unserer Gesellschaft. Als Familienorganisation, die sich seit mehr als 100 Jahren für die schwächsten Mitglieder der Gesellschaft stark macht, kommt eine Kürzung auf dem Rücken benachteiligter Kinder sicher nicht in Frage", betont Gernot Rammer abschließend.

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