Korosec: Bei Pflege-Änderungen nicht aufgeben!

Stellungnahmen zum Budget zeigen breite Front gegen Änderungen bei Pflegegeldeinstufung!

Wien (OTS) - "Da sind wir uns einig! Unzählige Stellen haben im Zuge der Begutachtung der Budgetbegleitgesetze festgehalten: Diese Änderungen bei der Pflegegeld-Einstufung können wir so nicht akzeptieren. So auch der Österreichische Seniorenrat", erklärt LAbg. Ingrid Korosec, Bundesobmann-Stellvertreterin des Österreichischen Seniorenbundes und Vorstands-Mitglied des Österreichischen Seniorenrates, die nun erwartet "dass dieser breiten Kritik bei der Budget-Behandlung im Parlament noch Rechnung getragen wird."

Korosec betont dabei vor allem einen Punkt: "Keinem Menschen in Österreich kann man erklären, warum 280 Stellen das Pflegegeld verwalten und warum jede dieser Stellen nach anderen Kriterien beurteilt, ob jemand Pflegegeld erhält oder nicht. Wir schlagen daher vor: nur noch 9 Stellen sollen das Pflegegeld verwalten, und diese sollen nach gleichen Kriterien handeln. Dieser Schritt würde deutlich mehr Geld einsparen als nun mit der Erhöhung der Stundenerfordernisse geplant ist."

Außerdem hatte der Seniorenrat in seiner Begutachtung darauf aufmerksam gemacht, dass das Gesetz noch einige Lücken aufweise: "Es wird zwar immer behauptet, die Regelung betreffe sicher nur Neufälle. Allerdings weist das Gesetz Lücken auf, die dazu führen könnten, dass auch jetzige Pflegegeldbezieher betroffen sind. Holen wir das Geld bei den Strukturen und nicht bei den Menschen - alles andere wäre ein Hohn für die Betroffenen!", so Korosec weiter.

Ein weiterer Kritikpunkt des Seniorenrates war die Tatsache, dass von den neu eingeführten bzw. angehobenen Steuern kein Cent für den neu zu schaffenden "Pflegefonds" zweckgewidmet sei. Dazu Korosec abschließend: "Wenn wir diese Gelder jetzt nicht verpflichtend an Pflege binden, vergeben wir eine Chance, die uns noch für Jahre in einer unnötigen Pflegedebatte festhält und die vor allem Länder und Gemeinden an den Rande ihrer finanziellen Möglichkeiten bringt."

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Österreichischer Seniorenbund, Susanne Kofler, 0650-581-78-82, skofler@seniorenbund.at; www.seniorenbund.at

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